Deutsche Bahn bietet bald Parkplatz zum ICE-Ticket

- Berlin - Die Bahn dringt nach der Fahrt in die schwarzen Zahlen weiter auf einen baldigen Börsengang und will sich für neue Aktivitäten im Ausland rüsten. "Wir treten an, europäische Märkte zu gewinnen", sagte Vorstandschef Hartmut Mehdorn. Im Blick stünden etwa milliardenschwere Ausschreibungen im Stadtverkehr und Langstrecken-Gütertransporte. Reisende im Fernverkehr sollen beim Ticketkauf bald einen Parkplatz am Bahnhof mitreservieren können.

<P>Nach dem Erreichen der operativen Gewinnzone 2004 sei das Geschäft im ersten Quartal 2005 gut angelaufen, sagte Mehdorn, ohne nähere Angaben zu machen. Im vergangenen Jahr hatte der bundeseigene Konzern erstmals ohne staatliche Zuschüsse ein positives Betriebsergebnis nach Zinsen ausgewiesen, das 250 Millionen Euro betrug. <BR><BR>Dieses Jahr ist ein fast doppelt so hoher Gewinn geplant. Die harte Sanierung sei nach elf Jahren weitgehend abgeschlossen, sagte der Bahnchef. Das Unternehmen sei reif für eine zeitnahe Teilprivatisierung, zu der es 2006 oder 2007 kommen könne. Die Entscheidung liege aber beim Bund. Für Reisende mit ICE und Intercity kündigte Mehdorn ein neues Angebot an, bei dem sie mit der Fahrkarte auch einen Parkplatz für ihr Auto am Bahnhof erhalten können. Neben der reinen Zugreise wolle die Bahn den Kunden stärker auch das "Davor" und das "Danach" aus einer Hand anbieten. Die Fernverkehrssparte kämpft um mehr Fahrgäste, um aus den roten Zahlen herauszukommen. Zu schaffen macht ihr der harte Wettbewerb mit den Billigfliegern.<BR><BR>Private Konkurrenz auf der Schiene mischt im Fernverkehr derweil weiter so gut wie nicht mit, wie aus dem Wettbewerbsbericht der Deutschen Bahn hervorgeht. Auf andere Anbieter entfällt nicht einmal ein Prozent des Marktes. Im Regionalverkehr holten Connex und Co. dagegen im vergangenen Jahr weiter auf und erbrachten 5,3 Prozent der Verkehrsleistung (Vorjahr: 4,3 Prozent). Im Güterverkehr stieg der Anteil der Konkurrenz auf 10,2 Prozent nach zuvor 7,4 Prozent.<BR><BR>Um das Geschäft weiter auszubauen, plant Mehdorn ein stärkeres internationales Engagement. "Deutschland allein wäre zu klein."</P>

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