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Zugreisende mussten sich auf Verspätungen einstellen.

Rund 150 Züge ausgefallen

Bahn-Streiks sorgen für massive Behinderungen

Berlin - Geduldsprobe zum Start in die Woche: Warnstreiks bei der Bahn haben bundesweit zu Zugausfällen und Verspätungen geführt. Hintergrund ist ein Tarifkonflikt.

Warnstreiks bei der Bahn haben am Montagmorgen bundesweit für massive Behinderungen im Zugverkehr gesorgt. Ein Sprecher der Deutschen Bahn sprach von erheblichen Auswirkungen. Dies betreffe den Nah- wie auch den Fernverkehr. Besonders Pendlerstrecken seien „stark betroffen“. Vor allem Mitarbeiter in Stellwerken und Werkstätten hätten die Arbeit niedergelegt. Teilweise sei auch das Bordpersonal im Streik. Der Güterverkehr sei ebenfalls betroffen.

Rund 150 Züge seien ganz ausgefallen oder nur auf Teilstrecken gefahren. Das teilte ein Bahnsprecher in Berlin in einer ersten Bilanz mit. Vor allem Mitarbeiter in Stellwerken und Werkstätten hatten die Arbeit von 6.00 bis 8.00 Uhr niedergelegt. Das habe bundesweit im Fern- und Nahverkehr „erhebliche Auswirkungen“ gehabt, sagte der Konzernsprecher. Es sei damit zu rechnen, dass es auch nach dem Ende der Warnstreiks Behinderungen geben werde.

Keine weiteren Warnstreiks geplant

Die Warnstreiks hatten am frühen Montagmorgen begonnen und dauerten bis 8 Uhr an. „Das geht nun flächendeckend zu Ende“, sagte ein Sprecher der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Morgen. Die Gewerkschaft hatte zu den Aktionen aufgerufen. Sie will damit den Druck auf die Bahn bei den laufenden Tarifverhandlungen für mehr Lohn erhöhen.

Weitere Warnstreiks seien vorerst nicht geplant, sagte der Gewerkschaftssprecher. Die Gewerkschaft hoffe, das „Signal“ sei bei der Bahn angekommen. Nun solle erst einmal verhandelt werden. Die Tarifverhandlungen für die 130 000 Beschäftigten bei der Deutschen Bahn sollen am Montagnachmittag in Berlin fortgesetzt werden.

Tarifverhandlungen werden ausgesetzt

Laut Bahn ist damit zu rechnen, dass es auch nach dem Ende der Warnstreiks im weiteren Tagesverlauf Behinderungen gibt. Die betroffenen Strecken und Fahrzeuge könnten erst nach und nach wieder in Betrieb genommen werden.

Bei Pendlern und Reisenden warb der EVG-Sprecher um Verständnis. Die Gewerkschaft war mit der Forderung nach 6,5 Prozent mehr Geld für ein Jahr in die Verhandlungen gegangen.

Die Deutsche Bahn erneuerte ihre Kritik an den Warnstreiks. Diese seien unverhältnismäßig. Auf dem Tisch liege ein „vernünftiges Angebot“ der Bahn. Der Arbeitgeber hat in einem ersten Schritt 2,4 Prozent mehr Geld in diesem und weitere 2 Prozent im nächsten Jahr sowie eine Einmalzahlung von 400 Euro angeboten. „Das ist zu wenig“, sagte EVG-Sprecher Uwe Reitz am Montag. Am späten Nachmittag (17.00) sollten in Berlin die Tarifverhandlungen fortgesetzt werden.

dpa

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