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Deutsche Bahn

Noch  kein Durchbruch in Tarifrunde mit Lokführern

Berlin - Fast neun Monate schon dauert die Tarifrunde zwischen Bahn und Lokführergewerkschaft GDL. Diese würde gern noch vor Ostern einen Abschluss erreichen. Es könnte aber länger dauern.

In der Tarifrunde zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) lässt ein Durchbruch weiter auf sich warten. Beide Seiten verhandelten am Montag über Details des angestrebten neuen Tarifwerks. So wurde darüber gesprochen, wie jene Berufsgruppen in das GDL-Tarifgefüge aus Flächen- und Haustarifvertrag eingebunden werden, für die die Lokführergewerkschaft bislang nicht verhandelt hat.

Die Verhandlungen dauerten am Abend an. Vor dem Ende des Treffens wollte sich keine der beiden Seiten offiziell äußern. Für den kommenden Freitag hatten Bahn und GDL aber bereits eine weitere Verhandlungsrunde verabredet. Vor den Gesprächen hatte es der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky für möglich gehalten, noch vor Ostern einen Flächentarifvertrag für das Zugpersonal abzuschließen.

Bisher hat die GDL nur für Lokführer Tarifverträge abgeschlossen. In dieser seit Sommer 2014 dauernden Runde hat sie erreicht, dass sie nicht mehr nur für Lokführer verhandeln darf, sondern auch für andere Berufsgruppen wie Zugbegleiter und Bordgastronomen. Dafür hatte die Gewerkschaft bis November sechsmal gestreikt.

Die GDL verlangt für das gesamte Zugpersonal fünf Prozent mehr Geld, eine Stunde weniger Arbeitszeit und eine Begrenzung der Überstunden. Die Bahn hatte zuletzt im Oktober ein Angebot vorgelegt. Es enthielt eine dreistufige Einkommenserhöhung um insgesamt fünf Prozent bei 30 Monaten Laufzeit. Über die Einkommenshöhe oder die Arbeitszeit sei am Montag noch nicht wieder gesprochen worden, hieß es bei der Bahn.

Der bundeseigene Konzern will identische Ergebnisse in getrennten Verhandlungen mit der GDL sowie mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) erreichen. Sie steht in Konkurrenz zur GDL. An diesem Mittwoch treffen sich die Bahn und die EVG wieder am Verhandlungstisch.

dpa

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