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Die Bahn schafft das schöne Wochenende ab.

Kunden enttäuscht

Deutsche Bahn schafft beliebtes Ticket ab - diese Woche ist Schluss

Die Deutsche Bahn schafft am Pfingstwochenende das Schönes-Wochenende-Ticket ab. Kunden können es am Samstag, 8. Juni, letztmals buchen und nutzen.

Berlin - Es ist das Ende einer Ära: Nach fast einem Vierteljahrhundert können Bahnkunden das „Schönes-Wochenende-Ticket“ am Samstag, 8. Juni, noch ein letztes Mal buchen. Wie im Dezember angekündigt, streicht die Deutsche Bahn dann das Angebot aus ihrem Sortiment. Mangelnde Nachfrage und eine bessere Angebotsübersicht werden zur Begründung genannt. Doch bereits nach der Ankündigung im vergangenen Jahr machte sich bei vielen Bahnkunden große Enttäuschung, ja sogar Wut breit. 

„Die Deutsche Bahn AG vermiest den Fahrgästen den Wochenendausflug. Aber Hauptsache Börse, Börse & Börse! Das ‚Schönes-Wochenende-Ticket‘ muss bestehen bleiben“, hat ein Nutzer im Dezember auf Twitter geschrieben und reiht sich damit in eine Gruppe enttäuschter Ticket-Fans

Bahn schafft Schönes-Wochenende ab - Preisanpassungen 

„Wir haben ein lachendes und ein weinendes Auge“, sagte jetzt Karl-Peter Naumann, der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn, der Deutschen Presse-Agentur zu dem Schritt. „Das Wochenendticket war ein tolles Pauschalticket, aber je übersichtlicher die Angebote, desto besser.“

Die Bahn nimmt das Ticket „mangels Nachfrage und zur Vereinfachung der Tarifstruktur“ aus dem Angebot, wie eine Sprecherin sagte. „Bisher waren mit Schönes-Wochenende-Ticket und dem beliebten Quer-durchs-Land-Ticket zwei nahezu identische bundesweite Angebote im Markt. Darüber hinaus wären Preisanpassungen nötig geworden, um das Schönes-Wochenende-Ticket weiter anbieten zu können.“ Zahlen wollte sie aus Wettbewerbsgründen nicht mitteilen.

Ländertickets seien für Kunden nur schwer zu durchschauen

Naumann verlangte weitere Vereinfachungen bei den Regionaltickets des Konzerns. Die Geltungsbereiche der Ländertickets und des Quer-durchs-Land-Tickets seien für Kunden schwer zu durchschauen. „Das ist Kleinstaaterei, wir brauchen klare Regeln.“ So kann man mit dem Schleswig-Holstein-Ticket auch in Mecklenburg-Vorpommern fahren. Das gelte aber umgekehrt nur eingeschränkt, sagte Naumann.

dpa

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