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Bahnchef Rüdiger Grube sieht in der Bahn ein zuverlässiges Verkehrsmittel.

Grube: "Besser als Auto oder Flugzeug"

Deutsche Bahn: Sicherer und zuverlässiger im Winter

Frankfurt - Die Deutsche Bahn ist in diesem Winter offenbar besser gegen ein Verkehrschaos gewappnet, als in den Jahren zuvor. Außerdem sollen die Sicherheitsvorkehrungen verbessert werden.

 Bahnchef Rüdiger Grube sagte der Zeitung „Bild am Sonntag“: „Die ersten Erfahrungen mit diesem Winter zeigen, dass wir besser mit Eis und Schnee zurechtkommen als Auto oder Flugzeug. Und wir sind deutlich besser vorbereitet als noch vor zwei Jahren.“

Grube nannte konkrete Zahlen: „2010 standen uns 9.000 Menschen zum Schneeräumen zur Verfügung, dieses Jahr sind es 21.000. Wir haben 287 statt 46 Heizgeräte, um eingefrorene Züge aufzutauen. Die Zahl der besonders geschützten Weichen haben wir von 23 auf mehr als 7.000 erhöht.“ Allerdings räumte der Bahnchef ein: „Bei extremen Witterungsbedingungen können auch wir Einschränkungen nicht ausschließen.“

Grube verwies zudem auf die verbesserte Pünktlichkeit der Bahn: „Wir sind viel pünktlicher als früher.“ 94 Prozent aller Züge erreichten maximal sechs Minuten nach Fahrplanzeit den Zielbahnhof. Diese Vorgabe sei deutlich härter als in der Luftfahrt, wo eine Verspätung erst ab dem Zeitpunkt gemessen wird, wenn der Flieger in der Luft ist.

Unterdessen will die Bahn nach dem gescheiterten Bombenanschlag auf den Bonner Hauptbahnhof ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärfen. Bahn-Chef Rüdiger Grube kündigte an, im Februar zu einem Sicherheitsgipfel einzuladen: „Ziel sind gemeinsame neue Konzepte für mehr Sicherheit an den Bahnhöfen. Wir wollen mehr Videoaufzeichnungen und damit eine bessere Verfolgung von Straftaten auf Bahnhöfen.“

An dem Gipfel sollen laut Grube Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, Ländervertreter, die Bundespolizei und Datenschützer teilnehmen. Es gehe auch darum, dass die Zusammenarbeit mit den Behörden „noch besser“ werde. Das offene Bahnsystem in Deutschland will Grube jedoch nicht grundsätzlich infrage stellen: „Wir können und wollen auch nicht vor jedes Gleis einen Zaun stellen.“ Der Bahn-Chef verwies in diesem Zusammenhang auf die gestiegene Sicherheit in den deutschen Bahnhöfen.

Nach den Worten Grubes werden seit dieser Woche auch im Bonner Hauptbahnhof die Videoaufnahmen aufgezeichnet, dies sei mit der Bundespolizei vereinbart worden. „Generell gilt, dass wir die Bahnhöfe mit Kameras bewachen. Aufzeichnungen muss die Bundespolizei beauftragen.“

ap/dpa

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