Deutsche Bahn steigert Umsatz und Gewinn

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Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn hat nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" in 2007 Jahr Umsatz und Gewinn leicht gesteigert. Der Konzernumsatz stieg demnach um 4 Prozent auf 31 Milliarden Euro, der Gewinn nach Steuern und Zinsen fiel mit 1,7 Milliarden Euro leicht höher aus als im Vorjahr.

Die Schulden seien von fast 20 auf rund 18 Milliarden Euro reduziert worden, berichtete die Zeitung am Samstag. Das sei dem Geschäftsbericht zu entnehmen, den Vorstandschef Hartmut Mehdorn dem Aufsichtsrat für dessen nächste Sitzung am 28. März vorgelegt habe. Ein Konzernsprecher wollte sich zu den genannten Zahlen nicht äußern. Er verwies auf die Bilanz- Pressekonferenz der Bahn AG am 31. März.

Bahn-Vorstand Karl-Friedrich Rausch betonte, der Konzern wolle als Reaktion auf die jüngsten Tarifabschlüsse keine weiteren Arbeitsplätze im Personenverkehr streichen. Das sei momentan kein Thema, sagte Rausch, der für den Personenverkehr zuständig ist, dem "Tagesspiegel" (Dienstag). "Wir sind in einem wachsenden Geschäft und haben Ende 2007 gerade 200 Mitarbeiter allein für den Erste-Klasse- Service eingestellt." Allerdings müsse die Bahn auch sparen. "Wir reden über Personalkosten und unsere Produktivität." Hier werde man gemeinsam mit den Gewerkschaften nach neuen Wegen suchen. Auf die Frage nach Preiserhöhungen in diesem Jahr antwortete Rausch: "Ich kann sie weder bestätigen noch ausschließen."

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete weiter, mehr als 400 Millionen Euro Betriebsergebnis seien beim Regionalverkehr, bei der Spedition Schenker und beim Schienennetz verbucht worden. Das seien mittlerweile die drei lukrativsten Unternehmensbereiche. Mit deutlichem Abstand folgten die Güterzüge, die Stadtverkehre und die Fernzüge (ICE, Intercity).

Der Streik der Lokführer im vergangenen Jahr und der lange Streit mit deren Gewerkschaft GDL um einen neuen Tarifvertrag haben laut "Süddeutscher Zeitung" aber Spuren hinterlassen. Beim Güterverkehr seien Kunden verunsichert worden, der Fernverkehr habe ebenfalls darunter gelitten. Am schlimmsten treffe es laut Geschäftsbericht die Sparte Regionalverkehr.

Aus Aufsichtsratskreisen verlautet dem Bericht zufolge, dass Umsatz und Gewinn des Verkehrskonzerns in den kommenden Jahren weiter steigen sollten, allerdings nicht mehr so stark wie bisher. Das Thema Teilprivatisierung stehe zwar auf der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung am kommenden Freitag, erste Beschlüsse seien aber entgegen Mehdorns ursprünglichen Plänen nicht mehr vorgesehen.

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