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Korruptionsverdacht bei der Bahn: 1000 Mitarbeiter überprüft.

Deutsche Bahn überprüft Mitarbeiter auf Korruptionsverdacht

Berlin - Die Deutsche Bahn hat mehr als 1000 ihrer Führungskräfte ohne konkrete Verdachtsmomente auf Korruptionsverdacht überprüft. Das Unternehmen bestätigte diesen Sachverhalt am Mittwoch, wies aber die Darstellung zurück, Mitarbeiter ähnlich wie die Telekom oder die Supermarktkette Lidl bespitzelt zu haben.

Das Magazin “Stern“ berichtete von zwei Aktionen in den Jahren 2002 und 2003. Dabei habe die Berliner Ermittlungsfirma Network Deutschland von der Bahn unter anderem den Auftrag erhalten, Verbindungen von Bahnmitarbeitern zu Lieferanten zu ermitteln. Network hatte auch für die Telekom gearbeitet.

Bereits am Dienstag hatte die Bahn in einer Mitteilung über Hinweise auf mögliche Fehler bei ihrer Korruptionsbekämpfung berichtet. Der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix habe kritisiert, dass überprüfte Mitarbeiter nicht über die Untersuchungen unterrichtet worden seien, hieß es bei der Bahn. Dix sagte dem “Stern“: “Wir haben bei der Bahn erhebliche Verstöße gegen das Bundesdatenschutzgesetz festgestellt.“ Die Behörde prüfe, ob der Konzern ein Bußgeld zahlen müsse. In einigen Fällen sei auch ein Straftatbestand nicht auszuschließen. Der Antikorruptionsbeauftragte der Bahn, Wolfgang Schaupensteiner, wollte noch am Mittwoch über Einzelheiten informieren.

dpa

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