Deutsche Bahn verklagt Zughersteller Bombardier

Berlin/München - Wegen der Mängel an Regional- und S-Bahn-Zügen geht die Deutsche Bahn nun gerichtlich gegen den Hersteller Bombardier vor.

Nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag) will der Bahnkonzern Schäden in Höhe von 160 Millionen Euro ersetzt haben und hat zwei Verfahren gegen Bombardier eingeleitet: eines vor dem Landgericht Berlin und ein weiteres vor dem Landgericht München.

„Ich kann die Existenz der beiden Klagen bestätigen“, sagte eine Bahnsprecherin am späten Mittwochabend der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. „Zum Inhalt äußern wir uns nicht.“ Von Bombardier war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Anlass für die Klage in Berlin sind der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge mehr als 200 Regionalzüge, die auch als sogenannte Regio Swinger bekannt sind. Bei den Fahrzeugen gab es immer wieder Probleme mit der Neigetechnik und den Achsen. Weil Verhandlungen mit Bombardier nicht erfolgreich verliefen, habe sich die Bahn offenbar gezwungen gesehen, Klage einzureichen, heißt es in dem Zeitungsbericht. Bei dem in München anhängigen Verfahren gehe es um S-Bahn- und Regionalzüge, bei denen immer wieder Probleme mit den Bremsen aufgetreten sind.

dpa

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