Regelverstöße in den USA

Deutsche Bank bekommt neue Millionenstrafe aufgebrummt

Washington - Die Deutsche Bank hat in den USA eine weitere Geldstrafe wegen Regelverstößen bei Finanzgeschäften auferlegt bekommen.

Die US-Notenbank Federal Reserve teilte am Donnerstag mit, Bußgelder in Höhe von insgesamt 156,6 Millionen Dollar (146,2 Mio Euro) gegen das größte deutsche Geldhaus verhängt zu haben. Der größte Teil der Strafe, knapp 137 Millionen Dollar, wurde wegen "gefährlichen und unsoliden Geschäftspraktiken" auf dem Devisenmarkt ausgesprochen. Der Vorwurf lautet Aufsichtsversagen: Die Deutsche Bank habe nicht entdeckt und nicht verhindert, dass sich ihre Händler in elektronischen Chatrooms mit Konkurrenten über ihre Geschäfte austauschten,erklärte die US-Zentralbank (Fed)

Weitere 19,7 Millionen Dollar der Bußgelder entfallen auf Verstöße gegen das „Volcker-Regel“ genannte Eigenhandelsverbot, das es Geschäftsbanken weitgehend untersagt, auf eigene Rechnung an den Finanzmärkten zu spekulieren.

Die Deutsche Bank müsse ihre Aufsicht und Kontrolle verbessern, mahnte die Fed.

Die Deutsche Bank stemmt sich derzeit mit einer Kapitalerhöhung von acht Milliarden Euro gegen Milliardenverluste in den vergangenen Jahren. Das Geschäftsjahr 2016 hatte das Institut mit einem Minus von rund 1,4 Milliarden Euro abgeschlossen. 2015 war ein Fehlbetrag von 6,8 Milliarden Euro aufgelaufen - das größte Minus in der Geschichte der Bank.

dpa/afp

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neuer Chef der Munich Re will Problemtochter Ergo behalten
München - Bei der Munich Re übernimmt ein neuer Chef das Ruder - und der kämpft mit einem alten Problem. Ärger mit den Aktionären gibt es auch.
Neuer Chef der Munich Re will Problemtochter Ergo behalten
Deutsche Bank verdient wieder Geld
Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank macht wieder bessere Geschäfte. Der Jahresauftakt nährt nach zwei Verlustjahren die Hoffnung auf eine Trendwende.
Deutsche Bank verdient wieder Geld
Trump und Brexit können Konsumlaune nicht trüben
Nürnberg - Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich verbessert. Marktforschern haben zwei wichtige Gründe dafür gefunden. Obendrein können Trump und Brexit die …
Trump und Brexit können Konsumlaune nicht trüben
Nordamerikanisches Freihandelsabkommen Nafta bleibt bestehen
Washington - US-Präsident Donald Trump will das nordamerikanische Handelsabkommen Nafta nicht mehr aufkündigen. Das gab das Weiße Haus nach einem Telefonat Trumps mit …
Nordamerikanisches Freihandelsabkommen Nafta bleibt bestehen

Kommentare