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Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen.

Bericht:

Deutsche-Bank-Chef Fitschen ab April vor Gericht?

Frankfurt/Main - Muss der Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, vor Gericht? Noch hat Richter Peter Noll nicht über die Anklage entschieden, sagt eine Sprecherin des Münchner Landgerichts.

Das Landgericht München I wird demnächst über die Zulassung der Anklage gegen den Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, und mehrere frühere Spitzenmanager der Bank entscheiden. Das sagte eine Sprecherin des Gerichts am Donnerstag in München. Die Staatsanwaltschaft hatte die Banker im September vergangenen Jahres wegen versuchten Betrugs im Kirch-Prozess angeklagt.

Der zuständige Richter Peter Noll habe für den Fall einer Zulassung bereits Termine für die Verhandlungen bestimmt. Im Fall der Fälle würde der spektakuläre Prozess am 28. April beginnen und dann immer dienstags vor dem Landgericht verhandelt werden.

Noch habe Noll aber keine Entscheidung gefällt. Zuvor hatte „Spiegel Online“ berichtet, die Anklage wegen versuchten Betrugs im Kirch-Prozess sei bereits zugelassen. Die Sprecherin widersprach dem. Die Deutsche Bank wollte sich nicht dazu äußern.

Die Anklage wirft den Bankern vor, in dem Verfahren vor dem Oberlandesgericht München falsche Angaben gemacht zu haben, um Schadenersatz-Zahlungen an die Erben des verstorbenen Medienunternehmers Leo Kirch zu verhindern.

Da die Bank letztlich doch gezahlt hatte, geht es nur um versuchten Prozessbetrug. Die Angeklagten hatten die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Fitschen führt die Deutsche Bank seit Juni 2012 gemeinsam mit Anshu Jain und gilt als einer der wichtigsten Wirtschaftsbosse in Deutschland.

Auf die Entscheidung wird seit Wochen mit Spannung gewartet - müsste sich im Fall einer Zulassung doch ein aktiver Co-Chef der Deutschen Bank in einem Strafverfahren vor Gericht verantworten.

dpa/AFP

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