Warnschuss für Geldinstitut

Deutsche Bank: S&P droht mit Abstufung 

Frankfurt - Die Serie der schlechten Nachrichten für die Deutsche Bank reißt nicht ab: Nun droht die Ratingagentur Standard & Poor's mit der Herabstufung der Kreditwürdigkeit.

Die S&P-Analysten reagieren unter anderem verschnupft auf die hohen Risiken aus den zahlreichen Rechtsstreitigkeiten der Bank. Der deutsche Branchenprimus hatte dafür erst vor wenigen Tagen seine Rückstellungen deutlich erhöht. An der Börse verlor die Aktie am Mittwochvormittag deutlich und lag zuletzt rund 3,5 Prozent im Minus.

Wie S&P am Dienstagabend zur Begründung mitteilte, dürften anhaltende wirtschaftliche, regulatorische und rechtliche Risiken die Gewinnentwicklung der Bank weiter beeinträchtigen. Bisher stuft S&P das Institut mit „A+“ ein, jetzt hat die Agentur den Ausblick für eine mögliche Herabstufung mit „CreditWatch negative“ weiter verschärft. In den nächsten Wochen will sich S&P die Lage bei der Deutschen Bank genau anschauen und über die künftige Bonitäts-Note entscheiden. Eine Abstufung verteuert im Normalfall die Kreditaufnahme.

Was machen Ratingagenturen eigentlich genau?

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Auch mit Blick auf die Kapitalausstattung zeigt sich S&P beunruhigt: Die Kapitaldecke sei immer noch dünner als die vieler Konkurrenten. Zudem würden die Schuldenkrise und die schwächelnde Konjunktur Probleme bereiten und die Gewinnentwicklung ausbremsen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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