Deutsche Bank-Filiale: Das größte deutsche Geldhaus hat einen unerwartet starken Jahresauftakt hingelegt.
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Deutsche Bank-Filiale: Das größte deutsche Geldhaus hat einen unerwartet starken Jahresauftakt hingelegt.

Starker Jahresauftakt

Mitten in der Pandemie: Deutsche Bank mit bestem Quartal seit 2014

  • Thomas Schmidtutz
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Die Deutsche Bank hat im ersten Quartal das beste Ergebnis seit sieben Jahren erzielt und stellt ihren Aktionären auch wieder eine Dividende in Aussicht.

Frankfurt/Main – Die Deutsche Bank hat mitten in der Corona*-Pandemie den stärksten Jahresauftakt seit 2014 hingelegt und blickt mit Zuversicht auf den weiteren Jahresverlauf. „Wir können nicht nur auf ein hervorragendes Quartal zurückschauen, auch der Ausblick stimmt optimistisch“, bilanzierte Konzernchef Christian Sewing am Mittwoch.

Von Januar bis einschließlich März wies das größte deutsche Geldhaus einen Vorsteuer-Gewinn von rund 1,6 Milliarden Euro aus nach 206 Millionen im Vorjahreszeitraum. Vom Nachsteuergewinn von etwas über einer Milliarde Euro (Vorjahreszeitraum: 66 Mio. Euro) müssen noch Zinszahlungen für bestimmte Anleihen abgezogen werden, so dass auf die Aktionäre des Frankfurter Dax-Konzerns unter dem Strich ein Gewinn von 908 Millionen Euro entfiel. Ein Jahr lag das auf die Aktionäre entfallende Ergebnis noch einem Minus von 43 Millionen Euro.

Deutsche Bank: Finanzvorstand für 2021 zuversichtlich

Für das laufende Jahr wollte Finanzvorstand James von Moltke zwar keine konkrete Prognose zu einem möglichen Nettogewinn abgeben. Allerdings deute die gesamte Entwicklung auf ein besseres Ergebnis als 2020 hin, sagte von Moltke in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. So müsse die Deutsche Bank voraussichtlich deutlich weniger Geld für drohende Kreditausfälle zurücklegen als im vergangenen Jahr, während die Erträge - also die gesamten Einnahmen - stabil bleiben dürften.

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres konnte die Bank ihre Erträge zum Vorjahresquartal um 14 Prozent auf gut 7,2 Milliarden Euro steigern. Außerdem trugen Kostensenkungen und eine deutlich von 506 Millionen auf 69 Millionen Euro verringerte Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle zum guten Abschneiden in dem Vierteljahr bei.

Deutsche Bank: Investmentbanking dürfte Ertragstreiber bleiben

„Wir rechnen fest damit, dass die Folgen der Niedrigzinsen unsere Erträge in der Unternehmensbank und der Privatkundenbank im Vorjahresvergleich allmählich weniger stark belasten werden“, erklärte Sewing. Zudem gebe es „immer mehr Indikatoren“ dafür, dass sich ein erheblicher Teil des Ertragswachstums in der Investmentbank seit 2019 als nachhaltig erweisen werde. „Auch wenn sich die Märkte in den kommenden Monaten wie erwartet normalisieren, rechnen wir für 2021 nun mit ähnlich hohen Erträgen wie im sehr starken Vorjahr.“

Das Kapitalmarktgeschäft brummt, die Gewinne in der Investmentbank sprudeln, obwohl das Management die Sparte im Zuge eines radikalen Konzernumbaus seit Sommer 2019 zurechtgestutzt hatte. Aus dem weltweiten Aktienhandel hat sich die Deutsche Bank zurückgezogen.

Aber auch im Geschäft mit Unternehmens- und Privatkunden sowie in der Vermögensverwaltung legte die Bank zu, in allen Geschäftsbereichen stiegen den Angaben zufolge die Gewinne. „Das erste Quartal ist ein weiterer Beleg dafür, dass die Deutsche Bank in allen vier Geschäftsbereichen auf dem richtigen Weg ist und nachhaltig profitabler wird“, bilanzierte Sewing.

Deutsche Bank: Auch bei der Fondstochter DWS sprudeln die Gewinne

Auch die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS verbuchte im ersten Quartal einen kräftigen Gewinnanstieg. Unter anderem höhere Gebühreneinnahmen ließen den Überschuss um 39 Prozent auf 169 Millionen Euro steigen.

Deutsche Bank: Geldhaus will Filialnetz ausdünnen

Die Deutsche Bank will ihre Kosten mit der Schließung von Filialen und dem Abbau von Personal weiter senken. Bis Ende dieses Jahres macht das Institut 97 von zuletzt 497 Standorten im Heimatmarkt dicht. Bei der zum Konzern gehörenden Postbank wird das Netz ebenfalls weiter ausgedünnt, dort werden in diesem und im kommenden Jahr jeweils 50 der zuletzt 800 Filialen geschlossen.

Der Filialabbau kostet unter dem Strich knapp 1200 Vollzeitstellen, vor wenigen Tagen einigten sich Management und Betriebsräte auf die Modalitäten des Jobabbaus: Abfindungen, Altersteilzeit und Vorruhestand. Der Personalabbau in den Filialen ist Teil der im Juli 2019 verkündeten Pläne, die Zahl der Vollzeitstellen im Konzern bis Ende 2022 um etwa 18 000 auf weltweit 74 000 zu drücken. Ende März des laufenden Jahres beschäftigte der Konzern 84 389 Vollzeitkräfte und damit knapp 2300 weniger als ein Jahr zuvor.

Deutsche Bank: Vorstand stellt Rückkehr zu Dividendenzahlung in Aussicht

Den Aktionären macht der Vorstand nach zwei Nullrunden bei der Dividende weiterhin Hoffnung auf bessere Zeiten: Insgesamt habe die Bank „eine sehr gute Basis, um ab dem kommenden Jahr wie geplant wieder Kapital an unsere Aktionäre ausschütten zu können“, bekräftigte Sewing. Für eine künftige Gewinnausschüttung legte die Bank im ersten Quartal 300 Millionen Euro zur Seite. (dpa/utz) *Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

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