Deutsche Bank erwartet weitere Milliarden-Belastung

Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank wird durch die weltweite Finanzmarktkrise stärker belastet als angekündigt. Für das erste Quartal würden Belastungen von etwa 2,5 Milliarden Euro auf Kredite und Kreditzusagen auch im Zusammenhang mit dem US-Immobiliengeschäft erwartet.

Dies teilte Deutschlands größtes Bankhaus in Frankfurt mit. Die Bedingungen hätten sich in den vergangenen Wochen weiter "erheblich verschlechtert". Gleichwohl erwarte die Deutsche Bank am Ende des ersten Quartals eine BIZ-Kernkapitalquote innerhalb ihres Zielkorridors von 8 bis 9 Prozent.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann will die Risikopositionen der Bank in bestimmten Bereichen und die finanziellen Auswirkungen im ersten Quartal laut Mitteilung auf einer Investorenkonferenz in London erläutern. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Deutsche Bank in ihrem Geschäftsbericht vor Abschreibungen und rückläufigen Ergebnissen im Investmentbanking gewarnt. Diese könnten das Ziel eines bereinigten Vorsteuergewinns von 8,4 Milliarden Euro (Vorjahr: 7,8 Milliarden) infrage stellen, hieß es. Bislang hatte der deutsche Branchenprimus trotz Abschreibungen die Krise besser als viele Konkurrenten überstanden und 2007 einen Rekordgewinn von 6,5 Milliarden Euro erzielt.

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