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Postbank ade?

Deutsche Bank: Große Veränderungen geplant

Frankfurt/Main - Der Konzern plant erhebliche Umstrukturierung. Grund dafür sind mangelnden Entwicklung und schlechter Aktienkurse. Diskutiert wird auch über die Zukunft der kürzlich erworbenen Postbank.

Der Vorstand der Deutschen Bank diskutiert einem Pressebericht zufolge über einen neuen drastischen Konzernumbau. Dabei könnte auch die erst vor wenigen Jahren übernommene Postbank auf den Prüfstand kommen, schreibt das „Manager Magazin“ (Freitag). Der Aufsichtsrat habe den neuen Strategiechef Stefan Krause damit beauftragt, die Diskussion zu moderieren. „Denkverbote“ solle es nicht geben. Klar sei nur, dass eine unveränderte Fortschreibung der alten Strategie „keine Option“ ist. Die Bank wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren.

Der Aufsichtsrat verlange „konkrete Zeitpläne“ und „feste Finanzziele“, heißt es in dem Bericht. Möglicherweise schon im März, spätestens aber zur nächsten Hauptversammlung am 21. Mai, sollten die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert werden. Hintergrund sei die schwache Entwicklung des Geldhauses. In diesen Jahren hatten die beiden Co-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen bereits Ziele senken müssen, die sie ursprünglich im Rahmen der Strategie „2015+“ angekündigt hatten. Aber die für das Jahr 2015 ausgegebenen Vorgaben halten dem Bericht zufolge Führungskräfte der Bank nur noch für schwer erreichbar.

Zudem hat sich der Aktienkurs schlechter entwickelt als bei den Konkurrenten. Führende Aktionäre, darunter der neue Großaktionär aus Katar, haben laut Magazin in den vergangenen Wochen bei Jain ihren Unmut darüber formuliert. Jain positioniere sich bislang abwartend. Intern habe er allerdings bereits signalisiert, dass er etwa den Verkauf der Postbank für denkbar hält. Das Geschäftsmodell halte er für „schwierig“, zitiert die Zeitschrift aus internen Diskussionen. Als Interessent für die Postbank nennt das Magazin die spanische Großbank Santander, der die Deutsche Bank 2009 die Postbank weggeschnappt hatte.

dpa

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