Deutsche Bank offenbar uneins bei Postbank-Kauf

Hamburg - Die Deutsche Bank neigt nach "Focus"-Informationen derzeit dazu, auf ein Kaufangebot für die Postbank zu verzichten. Das Nachrichtenmagazin berichtet unter Berufung auf vorstandsnahe Kreise, insbesondere die Investmentbanker wehrten sich gegen eine Übernahme der Post-Tochter.

Sie befürchteten Druck auf die Renditen und auf den Aktienkurs der Deutschen Bank, heißt es. Dagegen sei Privatkundenvorstand Rainer Neske weiterhin an der Postbank interessiert.

Die Postbank ist mit 14,4 Millionen Kunden die größte deutsche Privatkundenbank. Die Deutsche Post hatte für sie Ende Juni intensive Verkaufsgespräche eingeleitet. Dabei waren offiziell weder der Kreis der Interessenten noch die Preisvorstellungen mitgeteilt worden. Als Bewerber gelten neben der Deutschen Bank unter anderem die spanische Santander und die britische Lloyds TSB. Es wurde aber auch spekuliert, dass ein Verkauf an unterschiedlichen Preisvorstellungen scheitern könnte.

Die Post betonte zuletzt, sie wolle nichts überstürzen. "Sollten wir im Vorstand zu dem Ergebnis kommen, dass der Zeitpunkt für einen Verkauf schlecht ist, stehen wir nicht unter Druck, zu verkaufen", sagte Finanzchef John Allan vor einer Woche der "Börsen-Zeitung".

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