Deutsche Bank plant Mega-Profit

- Frankfurt/London - Die Deutsche Bank will mit einem kräftigen Gewinnsprung die Lücke zur internationalen Konkurrenz schließen. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital soll dabei auf dem im vergangenen Jahr erreichten Niveau gehalten werden. Bis 2008 soll der Vorsteuergewinn auf 8,4 Milliarden Euro klettern, sagte Bankchef Josef Ackermann bei einer Analystenkonferenz in London.

Das wäre ein Plus von fast 40 Prozent im Vergleich zu 2005. Sollte die Deutsche Bank dieses Ziel verwirklichen, würde sie das Gewinnniveau europäischer Großbanken wie BNP Paribas oder UBS erreichen. Am Aktienmarkt wurden die Aussagen mit Ernüchterung aufgenommen, da zahlreiche Experten mit einem ehrgeizigeren Renditeziel gerechnet hatten.

Die Deutsche- Bank-Aktie musste einen Großteil der zuvor eingefahrenen Gewinne wieder abgeben. Die Aktie stieg zwar um 0,59 Prozent auf 97,43 Euro auf den höchsten Stand seit Mitte Mai, schloss aber deutlich unter dem Tageshoch von 98,77 Euro. Bis 2008 soll der Gewinn in der Sparte mit Privatkunden und in der Vermögensverwaltung stärker steigen als im Geschäft mit Großkunden und Investmentbanking.

Der Vorsteuergewinn im Privatkunden-Segment soll im Vergleich zu 2005 um 53 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zulegen, während der andere Bereich beim Gewinn vor Steuern um ein Drittel auf 6,3 Milliarden Euro zulegen soll. Der hohe Anteil des Investmentbanking am Konzerngewinn wird von vielen Experten als Grund für den im Vergleich zu anderen europäischen Großbanken geringen Börsenwert angeführt.

Bei der Eigenkapitalrendite vor Steuern strebt die größte deutsche Bank weiter einen Wert von 25 Prozent im mehrjährigen Durchschnitt an. Dabei werde auch die strenge Kostendisziplin nicht aus den Augen verloren. Die Ausschüttungsquote für die Dividende soll auf 50 Prozent nach 36 Prozent 2005 steigen.

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