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Die deutsche Bank will mit dem Mittelstand Boden gutmachen.

Deutsche Bank setzt jetzt auf den Mittelstand

Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank will einem Pressebericht zufolge im umkämpften Mittelstandsgeschäft mit neuen Angeboten Boden gutmachen.

 „In der Vergangenheit haben wir ohne Not viele Kunden den Sparkassen und Volksbanken überlassen“, zitiert das „Handelsblatt“ (Montag) Vorstandskreise des Frankfurter Dax-Konzerns. „Das ist nun vorbei.“ Die Bank werde nicht ausgeschöpfte Mittel für Kreditlinien im zweistelligen Milliardenbereich „für die Verbreiterung des Mittelstandsgeschäfts nutzen“. Anfang November wolle der deutsche Branchenprimus das Geschäft mit einer neuen Offensive stärken.

Das seit Juni amtierende Führungsduo Anshu Jain und Jürgen Fitschen hatte im September das Ziel ausgegeben, das Kreditvolumen in Deutschland bis 2015 um mindestens zehn Milliarden Euro zu steigern. Mitte dieses Jahres umfasste das Kreditbuch inklusive der Tochter Postbank 178 Milliarden Euro. Der Mittelstand ist traditionell eine wichtige Zielgruppe für die Deutsche Bank. Ein Sprecher der Bank wollte den „Handelsblatt“-Bericht nicht kommentieren.

Die Zeitung zitiert Zahlen der Beratungsgesellschaft Capmarcon, wonach im zweiten Quartal 2012 alle in Deutschland aktiven Banken 416 Milliarden Euro an Krediten für Kleinstunternehmer, Kaufleute und Selbstständige in ihren Büchern hatten. Zwei Drittel dieses Marktes hätten Sparkassen und Genossenschaftsbanken auf sich vereint. Die Deutsche Bank wolle ihre Zielgruppe ausweiten, schreibt das „Handelsblatt“ unter Berufung auf einen Insider: Künftig werde „jeder mitgenommen, der den Kontakt zur Deutschen Bank sucht“.

dpa

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