Deutsche Bank überwindet Ertragskrise

- Frankfurt - Angeführt vom Branchenprimus Deutsche Bank haben die Großbanken ihre Ertragskrise weitgehend überwunden. Massiver Personalabbau, Kostensenkungsprogramme, freundlichere Aktienmärkte und die allseits erwartete Konjunkturerholung sorgen nach dem schlimmen Bankenjahr 2002 wieder für vorzeigbare Gewinne.

<P>Die Deutsche Bank hat nach ihrem Zwischenbericht in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Reingewinn von 929 (Vorjahr: 502) Millionen Euro erzielt. Die Münchner HypoVereinsbank konnte im 3. Quartal mit einem Gewinn von 196 Millionen Euro erstmals seit einem Jahr die Verlustzone verlassen. Mit Spannung werden nun die Quartalsberichte der beiden Frankfurter Institute Dresdner und Commerzbank erwartet. 2002 musste die Gruppe der vier Großbanken noch einen Verlust von zusammen 1,9 Milliarden Euro ausweisen.</P><P>Im 3. Quartal konnte die Deutsche Bank einen Reingewinn von 576 Millionen Euro erzielen. Dies war nur leicht besser als im vorangegangenen Vierteljahr mit 572 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor fiel allerdings noch ein Verlust von 299 Millionen Euro an. Auch der Ausblick für das Schlussquartal ist positiv: "Angesichts der verbesserten Weltwirtschaftslage sind meine Kollegen und ich optimistisch, dass wir für das gesamte Geschäftsjahr 2003 ein für unsere Aktionäre sehr zufrieden stellendes Ergebnis erzielen werden", sagte Vorstandssprecher Josef Ackermann.</P><P>An der Börse wurde der Aktienkurs seines Hauses allerdings um mehr als zwei Prozent gedrückt. Ausschlaggebend war dafür der Rückgang des Handelsergebnisses auf 914 Millionen von 1,5 Milliarden Euro im 2. Quartal. Der Vorstand begründete dies mit saisonalen Faktoren, da in den Ferienmonaten Juli und August die Kunden traditionell weniger Aufträge erteilten. Im September habe das Handelsgeschäft aber wieder "stark angezogen", betonte Finanzvorstand Clemens Börsig.<BR>Insgesamt wird damit gerechnet, dass es jetzt in der Geldbranche wieder stetig aufwärts geht.<BR></P>

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