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Die Deutsche Bank muss auch weiterhin tief in die Taschen greifen. 

Teurer als gedacht 

300 Millionen mehr - Darum geht der Deutsche-Bank-Umbau so ins Geld

Die hohen Kosten sind ein Thema, das die Deutsche Bank nicht so leicht loswird. Jetzt soll auch der geplante Umbau teurer werden.

Frankfurt/Main - Der weitergehende Umbau der Deutschen Bank geht zunächst einmal ins Geld. Statt 500 Millionen Euro veranschlagt die Bank nun in diesem Jahr 800 Millionen Euro für die Restrukturierung, wie Finanzchef James von Moltke am Donnerstag in einer Telefonkonferenz sagte. Weitere Kosten im kommenden Jahr wollte er nicht ausschließen.

Der erst seit zweieinhalb Wochen amtierende Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing streicht das Investmentbanking zusammen. Die Bank zieht sich vor allem aus bestimmten US-Geschäften zurück, wo die Frankfurter mit einer starken amerikanischen Konkurrenz zu kämpfen haben. Dabei wird es nach den Worten von Sewing auch zu einem signifikanten Stellenabbau kommen.

Lesen Sie auchDeutsche Bank schrumpft US-Geschäft

Konzentration auf stabile Ertragsbringer 

Die Deutsche Bank will sich künftig vorrangig auf stabile Ertragsbringer wie das heimische Privat- und Firmenkundengeschäft sowie die Vermögensverwaltung DWS konzentrieren. Dagegen gilt als Investmentbanking als stark schwankend; diese Sparte wird nun auf die Bedürfnisse der europäischen Kundschaft zugeschnitten. Sewing stellte jedoch klar: „Das ist kein Rückzug aus dem US-Geschäft.“

Zudem sollen auf allen Ebenen schlankere Führungsstrukturen zu geringeren Kosten und schnelleren Entscheidungen führen. Außerdem will die Bank ihre Ausgaben für Dienstleister auf den Prüfstand stellen, Gebäudekosten reduzieren und interne Kontrollsysteme effizienter machen. „Wenn Entscheidungen gefällt sind, werden sie umgesetzt“, versprach Sewing.

dpa

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