Deutsche Bank verkauft Axel-Springer-Aktienpaket

- Hamburg - Die US-Beteiligungsgesellschaft Hellman & Friedman wird mit 19,4 Prozent neuer Großaktionär der Axel Springer AG. Die Deutsche Bank verkaufte den Anteil für 350 Millionen Euro. Sie ist danach noch mit gut zehn Prozent an der Verlagsgruppe beteiligt, will diese aber auch abstoßen. Zugleich kündigte Springer den Rückkauf von bis zu zehn Prozent der Aktien an. Den Aktionären werden 54 Euro pro Anteil geboten.

 <P>Die US-Gesellschaft mit Sitz in San Francisco ist auf Investitionen im Medienbereich spezialisiert. Sie ist in Deutschland bereits an dem größten deutschen Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 beteiligt. Firmenchef Brian Powers wurde für den Springer- Aufsichtsrat nominiert.</P><P>Ihren Anteil könnte Hellman & Friedman in den kommenden Jahren an die Börse bringen. Hellman & Friedman betrachte die Anlage mit einem Zeithorizont von fünf bis sieben Jahren, sagte Geschäftsführer Patrick Healy bei einer Telefonkonferenz. Dann werde sich das Unternehmen überlegen, ob die Aktien als Paket oder in Teilen an die Börse gebracht würden. Eine Aufstockung des Springer-Anteils schloss Healy nicht aus. Die Beteiligung werde allerdings unter 25 Prozent bleiben.</P><P>"Hellman & Friedman ist uns als neuer Aktionär willkommen", sagte Springer-Chef Mathias Döpfner. Der Aktienrückkauf eröffne Springer die Möglichkeit, die Papiere als Akquisitionswährung für mögliche Übernahmen einzusetzen.</P><P>Powers hatte früher die australische Zeitungsgruppe John Fairfax sowie die ebenfalls australische Mediengruppe Publishing and Broadcasting geführt.</P>

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