Deutsche Bank: "Wir können noch mehr"

- Frankfurt - Die Deutsche Bank hat im dritten Quartal von ihrem Sparkurs profitiert und ihren Gewinn überraschend stark gesteigert. Dank der Kostensenkung und einer rückläufigen Risikovorsorge für faule Kredite stieg der Gewinn nach Steuern im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 680 Millionen Euro, teilte die Bank mit. Dazu habe auch das unerwartet gute Handelsergebnis beigetragen. Beim Ertrag litt der Branchenprimus jedoch unter der Börsenflaute. Bank-Chef Josef Ackermann bestätigte sein Renditeziel für das kommende Jahr und kündigte weitere Kostenreduzierungen an.

"Unsere Ertragskraft in diesem Quartal spiegelt die erzielten Fortschritte wider", schrieb Ackermann in einem Brief an die Aktionäre. Der Gewinn nach Steuern sei der höchste, den die Bank jemals in einem dritten Quartal seit dem Übergang zu amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen im Jahr 2001 erwirtschaftet habe. "Wir sind gleichwohl davon überzeugt, dass wir noch mehr erreichen können."<BR><BR>Von dem bis Ende 2005 angepeilten Ziel einer Eigenkapitalrendite vor Steuern von 25 Prozent bleibt die größte deutsche Bank trotzdem weit entfernt. Im dritten Quartal habe die Rendite 16 Prozent betragen. In den gesamten ersten neun Monaten lag diese Kerngröße für Anleger bei 20 Prozent, nachdem sie im ersten Halbjahr noch 21 Prozent erreicht hatte. Viele Analysten glauben nicht mehr, dass Ackermann sein Renditeziel für 2005 erreichen kann.<BR><BR>Vor allem das größte Geschäftsfeld Investmentbanking wurde von der Börsenflaute voll getroffen. Der Geschäftsbereich verdiente vor Steuern 28 Prozent weniger. Im Privatkundengeschäft gingen die bereinigten Erträge um sechs Prozent zurück. Analysten zeigten sich von dieser schwachen Entwicklung enttäuscht. Die Aktie der Deutschen Bank fiel zwischenzeitlich um knapp ein Prozent, ehe sie zeitweise ins Plus drehte.<P><BR> </P>

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