Wagner-Deal offenbar fix: FC Bayern holt Stürmer aus Hoffenheim

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Deutsche Beschäftigte verschwenden über 30 Arbeitstage im Jahr

- München - Jeder Mitarbeiter in deutschen Unternehmen verschwendet laut einer Studie 32,5 Arbeitstage pro Jahr. Doppelarbeit, nutzlose Besprechungen oder ausufernde Verwaltungsaufgaben sorgen für einen Gesamtschaden von mehr als 170 Milliarden Euro, das entspricht knapp 8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, wie die Unternehmensberatung Proudfoot Consulting in ihrer sechsten globalen Produktivitätsstudie schreibt. Weltweit würden rund 30 Prozent der geleisteten Arbeitszeit mit unproduktiven Tätigkeiten verschwendet.

Als Hauptgrund nannten die Unternehmensberater mangelnde Führung in den Betrieben. "Die Manager haben zu wenig Zeit, sich um die eigentlichen Führungsaufgaben zu kümmern", sagte Jochen Vogel, Leiter des Deutschland-Geschäfts von Proudfoot. "Und sie gehen zu selten in den Betrieb und sprechen mit den Mitarbeitern." Außerdem bewirke unzureichende Planung und Erfolgskontrolle Unproduktivität. Oft wissen die Mitarbeiter laut Studie nicht genau, was ihre Aufgaben sind. Durch neue Managementmethoden wie individuelle Zielvorgaben und Ergebniskontrollen habe sich die Situation aber in den vergangenen Jahren verbessert.

Weitere Gründe für verschwendete Arbeitszeit liegen der Studie zufolge in schlechter Arbeitsmoral, unzureichender Ausbildung der Mitarbeiter, ineffektiver Kommunikation und in IT-Problemen. Mit Blick auf die Produktivitätshemmer sagte Berater Vogel, wenn Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern wollten, gehe es nicht um Investitionen oder Verlagerungen in Billigländer. "Die Unternehmen müssen mit den Führungskräften und Mitarbeitern arbeiten."

In Deutschland habe sich die Produktivität zwar erhöht, bei 32,5 verschwendeten Arbeitstagen gebe es aber noch keine Entwarnung. Ein Jahr hat - ohne Urlaubs- und Feiertage - rund 250 Arbeitstage. Vogel sagte: "Es ist leichter und weniger riskant, ein Werk in Deutschland in zwölf Monaten um 20 Prozent produktiver zu machen, als die Produktion nach Osteuropa oder Asien zu verlagern." Die Studie basiert auf rund 1900 Analysen, die Proudfoot-Berater in 235 Unternehmen in 30 Ländern erstellt haben. Außerdem befragten die Berater im April dieses Jahres 819 Führungskräfte aus 18 Ländern.

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