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Container werden am 19.03.2012 im Hafen in Hamburg auf dem Container Terminal Altenwerder (CTA) der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) umgeschlagen.

So stark wie seit 2009 nicht mehr

Deutschlands Exporte brechen im August ein

Wiesbaden - Die Serie schwacher Konjunkturdaten aus Deutschland geht weiter: Nach dem Auftragseinbruch in der Industrie spürt auch die Exportwirtschaft die weltweiten Krisen.

Rückschlag für Deutschlands Exporteure nach dem Rekordmonat Juli: Im August brachen die Ausfuhren zum Vormonat um 5,8 Prozent ein, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang seit gut fünfeinhalb Jahren: Im Januar 2009 war der Außenhandel wegen der weltweiten Wirtschaftskrise weggebrochen mit damals 7,1 Prozent Exportminus. Der Außenhandelsverband BGA stimmt die Unternehmen auf weiterhin schwere Zeiten ein. Die globalen Krisenherde schürten die Verunsicherung.

Die Wiesbadener Statistiker führten den deutlichen Rückgang im August auch auf die späte Lage der Sommerferien in vielen Bundesländern zurück: „In einigen Ländern waren den ganzen August über Ferien, da kann es durchaus sein, dass wegen Betriebsferien oder urlaubsbedingt weniger produziert wird“, erklärte ein Statistiker.

Ähnlich argumentierte der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA): „Nach einem Rekordergebnis noch im Vormonat hat der Außenhandel wenig überraschend im August eine Sommerpause eingelegt“, ließ Verbandspräsident Anton F. Börner mitteilen.

Im Juli hatten heimische Unternehmen Waren im Gesamtwert von 101,1 Milliarden Euro ins Ausland geliefert - das war der höchste bislang gemeldete Monatswert. Die Exporte zogen im Vergleich zum Juli 2013 um 8,6 Prozent an, im Vergleich zum Vormonat waren es 4,8 Prozent Plus.

Für den August 2014 errechneten die Statistiker nach vorläufigen Zahlen nun einen Gesamtwert der deutschen Ausfuhren von 84,1 Milliarden Euro. Das waren 1,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

„Das Zusammentreffen gleich mehrerer Krisenherde ist Sand im Getriebe einer prinzipiell auf Wachstum gepolten Weltwirtschaft“, kommentierte BGA-Präsident Börner. „Dies führt zu einer nachhaltigen Verunsicherung auf den Märkten und dementsprechend auch zu einem Ausbleiben von notwendigen Investitionen.“ Der jüngste Einbruch bei den Auftragseingängen lasse erwarten, „dass diese Belastungen auch in der zweiten Jahreshälfte ihre Spuren im Außenhandel hinterlassen werden“, warnte Börner.

Die Außenhandelsbilanz - der Saldo aus Exporten und Importen - schloss im August mit einem Überschuss von 14,1 Milliarden Euro ab. Ein Jahr zuvor hatte der Saldo 13,3 Milliarden Euro betragen.

dpa

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