Deutsche Exporte trotzen starkem Euro

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Wiesbaden (dpa) - Der starke Euro bremst Deutschlands Exporteure nach wie vor nicht merklich. In diesem Februar stiegen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahresmonat um neun Prozent auf 84,6 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte.

Dabei legten die Exporte in Länder außerhalb der Europäischen Union (plus 13,5 Prozent) sogar stärker zu als die Ausfuhren in den Euro-Raum (plus 5,6 Prozent).

In die Länder mit der Euro-Gemeinschaftswährung lieferte die deutsche Wirtschaft im Februar 2008 Waren im Wert von 36,3 Milliarden Euro. Insgesamt gingen in die EU-Mitgliedstaaten Produkte "Made in Germany" im Wert von mehr als 54,6 Milliarden Euro. In nichteuropäische Länder gab es Exporte im Gesamtwert von 30,0 Milliarden Euro.

Ökonomen sehen den deutschen Außenhandel nach wie vor als stabil an. Es zeige sich, dass Exporte "noch immer mit einem robusten Tempo wachsen, auch wenn gegenüber den Boomjahren 2006 und 2007 ein merklicher Tempoverlust zu erkennen ist", erklärten Volkswirte der Commerzbank. "Die Euroaufwertung ist ein belastender Faktor. Solange die globale Nachfrage aber robust ist, rechnen wir mit einer positiven Exportentwicklung." Der Euro hält sich seit Wochen deutlich über der Marke von 1,50 Dollar, die lange als Schmerzgrenze für die deutsche Wirtschaft galt.

Die Einfuhren stiegen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Februar binnen Jahresfrist um sieben Prozent auf 67,7 Milliarden Euro. Im Vergleich zu Januar 2008 nahmen die Importe kalender- und saisonbereinigt um 0,4 Prozent ab, die Ausfuhren blieben nahezu unverändert.

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