Deutsche Exporte wachsen weiter

- Wiesbaden - Der Außenhandel bleibt ein wichtiger Impulsgeber für die deutsche Wirtschaft. Die Exporte legten im Juli weiter zu, wenn auch weniger stark als in den Vormonaten. Die Unternehmen exportierten Waren im Wert von 64,2 Milliarden Euro, das waren 3,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, berichtete das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden. Im Juni hatte das Plus noch 9,7 und im Mai 5,1 Prozent betragen. Gleichzeitig kletterten die Importe - auch wegen der teuren Ölpreise - um 2,9 Prozent auf 50,1 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vormonat Juni stiegen die Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt um 0,5 Prozent.

Das kleinere Exportwachstum erklären Experten mit der Abschwächung der Weltwirtschaft, die unter den hohen Energiepreisen leide. Allerdings werde die geringere Nachfrage nach deutschen Waren in den Industrieländern teilweise durch die hohe Nachfrage aus den Erdöl exportierenden Ländern ausgeglichen, teilte die Commerzbank mit. "Angesichts der weiterhin soliden Weltkonjunktur und einem gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten Wechselkurs dürfte der Export eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur bleiben", schreibt die Bank. Die starken Importe seien angesichts des schwachen Konsums ein Zeichen dafür, dass deutsche Firmen wieder mehr investierten.

Der Überschuss in der deutschen Handelsbilanz - der Saldo von Importen und Exporten - stieg im Juli auf 14,1 Milliarden Euro nach 13,5 Milliarden Euro im Vorjahresmonat.

Alle Regionen der Welt kurbelten im Juli mit ihrer Nachfrage nach Produkten "Made in Germany" den deutschen Export an. In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union gingen Waren im Wert von 39,6 Milliarden Euro, das waren 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Importe aus diesen Ländern stiegen stärker mit 3,5 Prozent auf 32,8 Milliarden Euro. In die Länder außerhalb der EU exportierten deutsche Firmen Waren für 24,6 Milliarden Euro, das waren 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

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