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Deutsche Firmen von Flut kaum betroffen

- München - Deutsche Unternehmen kommen bei der Flutkatastrophe in Südasien mit einem blauen Auge davon. Zwar liegen noch keine detalierten Informationen vor, Rückversicherer und Tourismusbranche rechnen aber mit keinen drastischen Schäden. Die Aktienkurse schlossen dennoch im Minus.

<P>"Obwohl es das schwerste Erdbeben seit 40 Jahren war, sind die Belastungen für uns als Versicherung nicht so schlimm", sagte eine Sprecherin der Münchener Rück unserer Zeitung. Hintergrund ist, dass in den betroffenen Gebieten Erdbeben- und Flutwellen-Schäden kaum versichert sind. Zudem ist die Schadensfläche im Vergleich zu Sturmkatastrophen klein, da das Wasser nicht allzu weit ins Landesinnere vorgedrungen ist.<BR><BR>Prognosen zur Höhe des Schadens gab der weltgrößte Rückversicherer ebenso wie der Wettbewerber Hannover Rück bislang nicht ab. "Dazu können wir noch nichts sagen. Unsere Experten sind aber dabei, die Informationen zu sammeln und auszuwerten", hieß es bei der Münchener Rück. Ob die Flut das anvisierte Gewinnziel (1,8 bis 2,0 Milliarden Euro) für dieses Jahr verhagelt hat, könne noch nicht gesagt werden.<BR><BR>Aktien-Analysten erwarten ebenfalls keine drastischen Belastungen für die Rückversicherer. "Die finanziellen Folgen dürften nicht so gravierend sein", sagte ein Händler an der Frankfurter Börse der Nachrichtenagentur dpa. Nach seiner Einschätzung seien nicht so sehr Industrieanlagen beschädigt worden, sondern vor allem Hotels. Deswegen sei eher die Tourismusbranche von den Folgen des Unterseebebens betroffen. Mehrere große Reiseunternehmen gaben jedoch bekannt, dass sie allenfalls mit geringen Schäden rechnen.<BR><BR>"Es wird keine signifikante Auswirkungen auf unser Ergebnis haben", sagte eine Sprecherin von Tui. Der größte deutsche Reisekonzern macht nach eigenen Angaben nur ein bis zwei Prozent seines Umsatzes in den betroffenen Regionen, zu denen unter anderem Sri Lanka, Thailand und die Malediven zählen. In derselben Größenordnung bewegt sich der Erlösanteil bei Thomas Cook. "Wir glauben nicht, dass die wirtschaftlichen Folgen gravierend sein werden", hieß es.<BR><BR>Bei der Lufthansa wurden bislang keine Einbußen festgestellt. "Der Flugplan ist unverändert. Flüge sind nicht gestrichen worden", sagte ein Sprecher. Allerdings steuert die Fluglinie auch keine Ziele an, die direkt in den betroffenen Urlaubsregionen liegen.<BR><BR>An der Börse verloren die Versicherungs- und Tourismusunternehmen am Montag nach anfänglich hohen Abschlägen zwischen einem und zwei Prozent. Münchener-Rück-Aktien waren das Dax-Schlusslicht und schlossen mit minus 1,64 Prozent bei 90,00 Euro. Tui-Papiere verloren 1,06 Prozent auf 17,75 Euro, Lufthansa gaben 0,57 Prozent auf 10,41 Euro ab.</P><P><BR> </P>

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