Deutsche gehen immer später in Rente

Berlin - Die Arbeitnehmer in Deutschland gehen immer später in Rente. Das durchschnittliche Zugangsalter bei Altersrenten lag im vergangenen Jahr bei 64,1 Jahren.

Dies geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten neuen Statistik der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) hervor. Im Jahr 1996 erfolgte der Schritt in die Altersrente demnach noch mit durchschnittlich 62,3 Jahren.

Bei Frauen lag das durchschnittliche Rentenzugangsalter im Jahr 2013 mit 64,2 Jahren sogar etwas höher als bei den Männern, wie Fachleute der Rentenversicherung erläuterten. Das erkläre sich insbesondere durch das Auslaufen der Rentenart "Altersrente für Frauen". Diese hatte vor 1952 geborenen Frauen unter bestimmten Bedingungen den vorzeitigen Ruhestand ermöglicht.

Seit Januar 2012 wird die Regelaltersgrenze schrittweise von 65 auf 67 Jahre erhöht. Wer 1949 geboren wurde, kann in diesem Jahr im Alter von 65 Jahren und drei Monaten abschlagsfrei in Rente gehen. Ab dem Geburtsjahr 1964 muss dann bis 67 Jahre gearbeitet werden, um die Rente vollständig zu erhalten.

Enorm verlängert hat sich die Bezugsdauer der Renten in Deutschland. Sie lag im Jahr 2013 für Frauen bei durchschnittlich 21,5 Jahren und für Männer bei 17,0 Jahren. Im Jahr 1980 hatten in Westdeutschland Frauen im Schnitt 13,8 Jahre ihre Rente bezogen, bei Männern waren es 11,0 Jahre. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung schätzen die Experten der Rentenversicherung, dass die Bezugsdauer im Jahr 2060 bei 25,5 Jahren für Frauen und 22,3 Jahren für Männer liegen dürfte.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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