Deutsche Häuser und Büros bleiben begehrt

- München - Deutsche Immobilien bleiben bei ausländischen Investoren weiterhin begehrt. So teilte etwa die Defo, ein Tochter-Unternehmen der Union-Investment-Gruppe, mit, dass sie sieben Wohnanlagen in verschiedenen deutschen Städten an einen nicht genannten niederländischen Investoren verkauft habe. Zugleich kündigte die Frankfurter Beratungsfirma Dr. Lübke an, dass es Hessen bei der Privatisierung von Gewerbeimmobilien im Wert von 770 Millionen Euro unterstützen werde. Auch hier sollen internationale Beteiligungsgesellschaften bereits Interesse signalisiert haben.

Bei den verkauften Defo-Objekten handelt es sich um einen vergleichsweise kleinen Bestand mit einer Gesamtnutzungsfläche von 33 000 m2. Von dem Handel ist auch ein Gebäude mit 42 Wohnungen in der Münchner Marsstraße nahe des Hauptbahnhofs betroffen. Für die Mieter werde sich nichts ändern, da der neue Eigentümer an die bestehenden Verträge gebunden sei, sagte Defo-Sprecher Stefan Fiege gegenüber unserer Zeitung. Mit den Niederländern werde derzeit über weitere Häuser verhandelt. Nach Fieges Worten lassen sich bei ausländischen Investoren derzeit gute Preise erzielen. Der Markt sei günstig.

Davon sind auch die Experten von Dr. Lübke überzeugt. Das Unternehmen hat bereits die Stadt Dresden beim milliardenschweren Verkauf von 48 000 kommunalen Wohnungen an einen Investor aus den USA begleitet. Neben dem neuen Auftrag aus Hessen lägen bereits weitere Anfragen vor, hieß es. Berater Christof Scholl erklärte: "Immer mehr Länder und Städte planen einen Teil ihres Immobilienbestandes zu privatisieren." Die nächsten Monate würden zeigen, welche Kommunen das positive Marktumfeld zur Haushaltssanierung noch nutzen.

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