Deutsche Maschinen so gefragt wie nie

- Frankfurt - Die deutschen Maschinenbauer erleben derzeit die längste Wachstumsphase seit 25 Jahren und eilen von Rekord zu Rekord. 2007 soll die Produktion zum vierten Mal in Folge zulegen - das habe es zuletzt Ende der 70er-Jahre gegeben, berichtete der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).

Mit 18 Prozent Zuwachs von 2004 bis 2007 werde die letzte Aufschwungphase 1976 bis 1980 sogar übertroffen. Der boomende Export, aber auch die starke Nachfrage aus dem Inland bescherten den Firmen gute Geschäfte. Die drittgrößte deutsche Industriebranche werde 2006 auch wieder Stellen aufbauen. "Der Maschinenbau liefert ein tolles Ergebnis", sagte Verbandspräsident Dieter Brucklacher. "Der Funke vom Export ist endlich auf die Binnennachfrage übergesprungen."

Die Nachfrage aus dem Inland habe die Erwartungen übertroffen und werde auch im nächsten Jahr wegen des Nachholbedarfs vieler Firmen bei Investitionen stark bleiben. In diesem Jahr soll die Produktion um fünf Prozent auf einen neuen Rekordwert von 155 Milliarden Euro steigen. 2007 werden wegen der Eintrübung der Weltkonjunktur zwei Prozent Plus erwartet. "Erstmals seit vielen Jahren wächst die Stammbelegschaft wieder", sagte Brucklacher. Im Juni zählten die Maschinenbauer 868 000 Mitarbeiter -das waren 11 000 mehr als im Vorjahresmonat. Dieser Trend werde bis Jahresende anhalten.

Der Aufbau gleicht allerdings nur die Stellenstreichungen der vergangenen Jahr aus: Für Ende 2006 erwartet der Verband 874 000 Beschäftigte, das wären lediglich 1000 mehr als Anfang 2004. Dank der höheren Kapazitätsauslastung verdienen die Maschinen- und Anlagenbauer wieder besser. Die Nettoumsatzrendite liege derzeit etwas über dem Vorjahr von 4 Prozent nach 3,4 Prozent 2004. "Wir brauchen diese Rendite für Innovationen und zum Erhalt der Beschäftigung. Sie ist auch ein Polster für schlechte Zeiten", sagte der VDMA-Präsident.

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