Deutsche Merck-Tochter leidet unter Vioxx-Krise

- München - Die deutsche Tochtergesellschaft des US-Pharmakonzerns Merck & Co. will trotz der Krise um das Schmerz- und Rheumamittel Vioxx keine Mitarbeiter in Deutschland entlassen. "Wir haben von der Konzernlenkung in den USA die klare Botschaft bekommen, die Vioxx-Kapazitäten voll auf unsere anderen Produkte umzulenken", sagte Deutschland-Chef Stefan Oschmann der "Welt am Sonntag". Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland rund 1400 Menschen. Merck hatte das Medikament vom Markt genommen, weil klinische Studien gefährliche Nebenwirkungen für Herz und Kreislauf gezeigt hatten.

Die Deutschland-Tochter von Merck in Haar bei München, die unter der Marke MSD Sharp & Dohme firmiert, sei vom Vioxx-Ausfall stärker betroffen als die US-Muttergesellschaft, sagte Oschmann. Rund 20 Prozent seines Umsatzes von rund 600 Millionen Euro machte MSD bislang mit Vioxx.


 

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