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Die Studienautoren fordern eine bessere Anpassung des Arbeitsmarktes an den demografischen Wandel

Studie

Deutsche müssen immer länger arbeiten

Berlin - Die Bundesbürger müssen für ihren künftigen Wohlstand einer Studie zufolge länger und mehr arbeiten. Dazu sollten die Senioren besser in den Arbeitsmarkt eingebunden werden.

„Nur wenn es uns gelingt, vor allem die Altersgruppe 55+ stärker in den Arbeitsmarkt zu integrieren, können wir negative Wohlstandsfolgen durch geringe Geburtenraten und gleichzeitig steigende Lebenserwartung kompensieren“, sagte der Kuratoriumsvorsitzende der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement, am Montag in Berlin.

Die arbeitgebernahe Initiative stellte ein Gutachten des Instituts für Weltwirtschaft, des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung vor.

Laut Gutachten liegt das Pro-Kopf-Einkommen in Deutschland im Jahr 2030 im besten Fall bei durchschnittlich 38.565,20 Euro. Das wären zehn Prozent mehr als beim sogenannten Stillstandszenario, in dem Arbeitslosenquote, Beschäftigungsquote und Arbeitszeit auf heutigem Niveau bleiben.

Konkret schlagen die Wissenschaftler unter anderem vor, über einen weiteren Anstieg der Regelaltersgrenze nachzudenken. Die Anhebung der Rentenaltersgrenze auf 67 Jahre sei 2029 abgeschlossen. Sie solle aber besser an die Lebenserwartung gekoppelt werden, die auch dann weiter steigen werde. Zudem gebe es Fehlanreize dadurch, dass Ältere länger Arbeitslosengeld beziehen. Dadurch sänken die Anstrengungen bei der Arbeitsplatzsuche.

„Wenn es uns gelingt, dass Ältere später in Rente gehen, dass deren Arbeitszeit stärker in Richtung Vollzeitbeschäftigung geht, und wenn wir es schaffen, die Arbeitslosenquote der Altersgruppe 55+ zu senken, brauchen wir uns vor dem demografischen Wandel nicht zu fürchten“, heißt es in einem Fazit der Studie.

dapd

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