Deutsche Post mit deutlichem Gewinneinbruch

Bonn - Die Deutsche Post hat 2007 einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Jahresüberschuss sank vor allem wegen des unprofitablen US-Geschäfts um fast 30 Prozent von 1,92 Milliarden auf 1,39 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Bonn berichtete.

Der Konzernvorstand schlägt dennoch eine Erhöhung der Dividende um 20 Prozent von 75 auf 90 Cent je Aktie vor. Das weiter defizitäre US-Geschäft drückte massiv auf das Ergebnis. Mit ihrer Express-Tochter DHL musste die Post 600 Millionen Euro abschreiben. Dank der Hauptgewinntreiber Brief und Postbank konnten die Einbußen jedoch begrenzt werden.

Vor Einmaleffekten stieg der operative Gewinn - das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) - 2007 um rund 8 Prozent von 3,5 auf 3,8 Milliarden Euro. Das Ergebnis liege damit im Rahmen der eigenen Erwartungen und Prognosen, erklärte die Post. Sie hatte zuvor ein EBIT-Ziel von mindestens 3,7 Milliarden Euro ausgegeben. Nach den Abschreibungen im US-Geschäft sank das EBIT um 17 Prozent von 3,8 auf 3,2 Milliarden Euro.

Für 2008 peilt die Post weiterhin einen operativen Gewinn vor Einmaleffekten in Höhe von 4,2 Milliarden Euro an. Vor Steuern soll der Gewinn bei 3,2 Milliarden Euro liegen. Der neue Post-Chef Frank Appel (46) sagte, der Schwerpunkt liege auf organischem Wachstum. Die Aktionäre sollten stärker am Unternehmenserfolg beteiligt werden.

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