Deutsche Post mit Gewinnrückgang

Bonn - Die Deutsche Post hat im ersten Quartal die Bankenkrise hart zu spüren bekommen. Die Auswirkungen der vollständigen Öffnung des deutschen Briefmarkts zum Jahreswechsel hielten sich indes in Grenzen, teilte die Post am Mittwoch in Bonn mit.

Zudem bekräftigte Europas größter Logistiker die Jahresziele und peilt ein EBIT vor Einmaleffekten von rund 4,2 Milliarden Euro sowie einen Vorsteuergewinn von rund 3,2 Milliarden Euro an.

Der Umsatz erhöhte sich von 15,47 auf 15,7 Milliarden Euro. Die von dpa-AFX befragten Analysten hatten mit einem Anstieg auf 15,944 Milliarden Euro gerechnet. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern sank wegen des Postbankergebnisses und fehlender Arbeitstage durch den frühen Ostertermin von 998 auf 851 Millionen Euro. Vor Sondereffekten erhöhte er sich allerdings auf eine Milliarde Euro, verglichen mit der Durchschnittsprognose von 949 Millionen Euro. Unterm Strich schrumpfte der Überschuss von 499 auf 407 Millionen Euro (Prognose: 457 Mio).

Das defizitäre amerikanische Expressgeschäft steht auf der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung am 28. Mai. Die Post hatte angekündigt, noch in diesem Monat den Plan für eine strategische Neuausrichtung des verlustreichen Geschäfts bekanntzugeben.

"Im Bereich BRIEF haben wir unsere Marktposition nach der vollständigen Liberalisierung des deutschen Briefmarkts zum 1. Januar sehr erfolgreich verteidigt", sagte Finanzvorstand John Allan. Mit großem Einsatz seien die wichtigsten Kunden an den Konzern gebunden und abgesprungene Großkunden zurückgewonnen worden. "Dadurch haben wir unseren Marktanteil leicht ausweiten können", sagt Allan. Mit Paketen profitierte die Post stark vom Onlinehandel.

Im EXPRESS-Geschäft verzeichnete die Post in allen Regionen mit Ausnahme der USA ein solides organisches Wachstum. Der Bereich LOGISTIK um die zugekaufte Exel-Tochter legte in allen Geschäftsbereichen organisch hinzu, wobei das EBIT noch schneller wuchs als der Umsatz. "Dank ihrer gezielten Fokussierung auf das Privatkundengeschäft und ihres konservativen Risikoprofils waren die Auswirkungen der Subprime-Krise auf die Postbank zudem sehr begrenzt", sagte Allan. Insgesamt sei die Post in den Schwellenländern schneller gewachsen als der Markt.

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