Abschaffung des Kupfergeldes?

Deutsche wollen keine Cent-Münzen mehr

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Hamburg - Kupfermünzen in der Geldbörse nerven viele Bundesbürger - gut 60 Prozent könnten einer Umfrage zufolge darauf verzichten. Werden die kleinen Münzen jetzt abgeschafft?

Eine Umfrage von

myMarktforschung.de

zeigt: Die Deutschen wollen keine kleinen Cent-Stücke mehr. Das Institut kam bei einer repräsentativen Befragung zu dem Ergebnis, dass gut 60 Prozent der 1000 Befragten darauf verzichten könnten. Besonders die 18- bis 29-Jährigen befürworteten die Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen. 

Verständlich, denn bei den 63 Euro, die der durchschnittliche Deutsche mit sich führt, gehen die vielen Kupfermünzen ganz schön ins Gewicht. Je älter die Befragten, desto höher ist auch die Summe des mitgeführten Geldes. 

Aber: Laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" ist die Bundesregierung gegen die Abschaffung des Kupfergeldes. Einer Entscheidungsvorlage heiße es demnach zufolge, die Bevölkerung habe eine "positive Einstellung" gegenüber der Kleinmünzen, eine Abschaffung berge das Risiko einer von den Bürgern "gefühlten Inflation".

Bundesbank-Präsident gegen Abschaffung

Auch Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hatte sich bereits im Mai gegen die Pläne aus Brüssel gestellt, welche die Abschaffung der kleinen Cent-Münzen befürworten. In der Bevölkerung bestehe der Wunsch, an den Kleinmünzen festzuhalten, so Weidmann. Hintergrund der Pläne der EU-Behörde war, dass die Kosten für die Herstellung der kupfernen Münzen angesichts der hohen Rohstoffpreise zu hoch seien.

sb

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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