Deutsche Telekom steigt bei griechischer OTE ein

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Bonn/Athen (dpa) - Die Deutsche Telekom will mit dem Einstieg bei der griechischen Hellenic Telecom (OTE) ihre Position in Südosteuropa deutlich ausbauen.

Für 2,5 Milliarden Euro übernimmt der Konzern knapp 20 Prozent des größten Telekomanbietern Griechenlands von der Investmentgesellschaft Marfin, wie der Konzern am Montag in Bonn mitteilte. Den Zuschlag von knapp 30 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs vom Freitag begründete die Gesellschaft unter anderem mit den erwarteten Synergien von zwei Milliarden Euro. Die Telekom will ihre Beteiligung auf bis zu 33 Prozent erhöhen und damit die Kontrolle über OTE übernehmen.

Dazu will das Bonner Unternehmen Gespräche mit der Regierung in Athen aufnehmen. Ziel sei eine Aktionärs-Vereinbarung, die der Telekom eine Aufstockung der Beteiligung erlaube sowie einen deutlichen Einfluss auf das Unternehmen gebe, sagte Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick auf einer Telefonkonferenz. Sollte keine Einigung mit der Regierung erzielt werden, dann will die Telekom von einer Beteiligung Abstand nehmen. Die Gespräche sollen nun zeitnah anfangen, wie Vorstandschef René Obermann sagte.

Griechenland begrüßte den geplanten Einstieg der Deutschen Telekom. Die Minister für Finanzen und Telekommunikation, Giorgos Alogoskoufis und Kostas Chatzidakis, erklärten in einer gemeinsamen Mitteilung: Der Schritt entspreche voll und ganz den Vorstellungen der Regierung in Athen. Der Transaktion müssen noch die Kartellbehörden und das inter-ministerielle Komitee (IMC) zustimmen. Eine Beteiligung von mehr als 20 Prozent muss von der Regierung gebilligt werden. An der Hürde war die griechische Marfin gescheitert.

Mit der Beteiligung an OTE folgt die Telekom der Strategie, durch Akquisitionen wachsen zu wollen. Im vergangenen Jahr kaufte die Telekom bereits für kleinere Milliardenbeträge in den USA und den Niederlanden zu. Mit Zuwächsen im Ausland will Obermann die Rückgänge im Heimatgeschäft ausgleichen, wo der harte Wettbewerb der Telekom zusetzt. Ab den Jahr 2009 werde OTE den Gewinn positiv beeinflussen, sagte Finanzchef Eick. Mit OTE baut die Telekom ihre Position in Südoststeuropa weiter aus.

OTE ist der größte Telekomanbieter Griechenlands mit Handy-Töchtern in Rumänien, Serbien, Albanien, Bulgarien und Mazedonien. "Damit erhalten wir Zugang zu 56 Millionen Menschen", sagte Obermann. Die Region gilt als einer der verbliebenen Wachstumsmärkte in Europa. OTE wies in den ersten neun Monaten vergangenen Jahres Zuwächse von knapp zehn Prozent bei Umsatz und operativem Gewinn aus. Die Bilanz für 2007 will der Konzern am kommenden Donnerstag vorlegen.

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