Deutsche trinken wieder mehr Bier

Wiesbaden - Nach einer Durststrecke im vergangenen Jahr trinken die Deutschen 2011 wieder mehr Bier. Bis jetzt flossen bereits 41,4 Hektoliter des Gerstensaftes die deutschen Kehlen hinunter.

Die Menschen in Deutschland haben wieder mehr Durst auf Bier. Im ersten Halbjahr setzten Brauereien und Bierlager rund 49,5 Millionen Hektoliter des Gerstensaftes ab - 1 Prozent oder 0,5 Millionen Hektoliter mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Vor allem das warme Biergartenwetter im April und Mai dürfte den Statistikern zufolge die Nachfrage beflügelt haben. Im Jahr 2010 war der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier auf den historischen Tiefstand von 101,8 Litern gesunken.

Der Inlandsabsatz stieg von Januar bis Ende Juni um 0,2 Prozent auf 41,4 Millionen Hektoliter. Steuerfrei gingen insgesamt 8,1 Millionen Hektoliter (plus 5,3 Prozent) in den Export und als sogenannter Haustrunk an die Beschäftigten von Brauereien. Vor allem zu Biermischungen mit Limonade, Cola oder Fruchtsäften griffen die Verbraucher im ersten Halbjahr häufiger. Die Nachfrage stieg um 1,6 Prozent auf 2 Millionen Hektoliter. Das entspricht 4,1 Prozent des gesamten Bierabsatzes.

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Den höchsten Absatz verzeichneten die Brauer in Nordrhein-Westfalen und Bayern. Im bevölkerungsreichsten Bundesland stieg die Nachfrage um 0,5 Prozent auf 12,1 Millionen Hektoliter, in Bayern legte sie um 1,8 Prozent auf 10,8 Millionen Hektoliter zu. Den stärksten Zuwachs gab es in Hessen (plus 12,2 Prozent auf 1,6 Millionen Hektoliter). In der Weinregion Rheinland-Pfalz/Saarland tranken die Menschen ebenfalls mehr Bier als im ersten Halbjahr 2010. Der Absatz stieg um 3,2 Prozent auf 3,7 Millionen Hektoliter. Einen deutlichen Rückgang um 7,7 Prozent auf 1,9 Millionen Hektoliter gab es dagegen in Berlin/Brandenburg.

dpa/dapd

 

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