Deutsche Weinlese hat begonnen

- Bruchsal - Freunde deutscher Weine können auch in diesem Jahr mit edlen Tropfen rechnen. Zum offiziellen Auftakt der Weinlese kündigte der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes, Norbert Weber, gute bis sehr gute Qualitäten bei allen Rebsorten zu marktgerechten Preisen an.

Die bundesweite Auftaktveranstaltung fand im Weingut Klump in Bruchsal (Kreis Karlsruhe) statt. EU-weit sei mit einer Weinernte von rund 176 Millionen Hektolitern zu rechnen. "Dies würde dem langjährigen Mittel entsprechen und ließe voraussichtlich keine übermäßig angespannte Lage auf dem europäischen Weinmarkt erwarten", sagte Weber.

"Trotz extremer Witterungsbedingungen können sich in Deutschland die Weinfreunde auf tolle 2006er Weine freuen", sagte der Verbandspräsident. Bundesweit rechnet er in allen 13 Anbaugebieten mit einer Erntemenge von gut zehn Millionen Hektolitern. Sie liege damit leicht über dem Durchschnittsertrag und rund zehn Prozent über der Erntemenge des Vorjahres.

Weber sprach für 2006 von einem "von extremen Bedingungen geprägten Witterungsverlauf". Dem bisher heißesten und sehr trockenen Juli in Deutschland sei ein außergewöhnlich kühler und feuchter August gefolgt. Dabei seien die Niederschläge Anfang August für die Rebenentwicklung Gold wert gewesen. Die weiter anhaltende Feuchtigkeit habe sich positiv auf die Nährstoffversorgung der Reben ausgewirkt. Der bislang sonnige September habe die Mostgewichte in die Höhe schnellen lassen.

Entscheidend für die Güte des Jahrgangs 2006 wird nach Angaben der Experten die Witterung der kommenden Wochen sein. Grund: Viele Rebsorten reifen bis in den Oktober. Deutschlands bedeutendste Rebsorte Riesling sogar teilweise bis in den November hinein.

Nach Feststellung des Deutschen Weininstituts (DWI) in Mainz sind deutsche Weine bei den heimischen Kunden und im Ausland immer beliebter. Mit dem zu erwartenden Ertragsniveau seien die Erzeuger "vollauf zufrieden", hieß es.

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