Deutsche Winzer behaupten sich auf schwachem Weinmarkt gut

Mainz - Auf einem insgesamt schwächelnden deutschen Weinmarkt haben sich heimische Winzer mit ihrem Angebot im ersten Halbjahr gut behauptet. Deutsche Weine legten gegen den Trend um 2,2 Prozent beim Umsatz und 1,1 Prozent beim Absatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie das Deutsche Weininstitut (DWI) am Montag in Mainz mitteilte.

Insgesamt gaben die Menschen in Deutschland aber von Januar bis Juni 2,5 Prozent weniger Geld für Wein aus. Die verkaufte Menge ging um 4,5 Prozent zurück.

Trotz einer gewissen konjunkturbedingten Kaufzurückhaltung der Verbraucher hätten deutsche Erzeuger ihre Marktanteile am Weinumsatz auf 54,5 Prozent steigern können, sagte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule. Mitte 2007 hatte dieser Wert noch bei 52 Prozent gelegen. Bezogen auf die gekaufte Weinmenge wuchs der Marktanteil Deutschlands von 46,3 Prozent im ersten Halbjahr 2007 auf 49,1 Prozent 2008. Die drei großen Importländer Italien, Frankreich und Spanien hätten dagegen zum Teil zweistellige Umsatz- und Absatzrückgänge hinnehmen müssen.

Die Marketing-Organisation der deutschen Weinwirtschaft beruft sich auf Daten des Nürnberger Marktforschungsunternehmens GfK. Der Durchschnittspreis für alle im Lebensmittelhandel und Discount gekauften Weine lag demnach im ersten Halbjahr mit 2,44 Euro pro Liter Wein 11 Cent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Lebensmittelhandel hat laut DWI seine Position als häufigste Weineinkaufsstätte weiter ausgebaut. In den ersten beiden Quartalen dieses Jahres wurden rund 73 Prozent aller Weine dort gekauft - zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung ging zulasten des Weinfachhandels, der Weingüter sowie der übrigen Einkaufsstätten wie etwa Tankstellen.

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