Deutsche Wirtschaft wächst im Sommer kräftig

Wiesbaden - Die deutsche Wirtschaft ist im Sommer so kräftig gewachsen wie seit Ende 2006 nicht mehr. Dank der Wachstumsimpulse aus dem Inland stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal saison- und kalenderbereinigt real um 0,7 Prozent gegenüber Vorquartal.

Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Die Firmen investierten wieder mehr in Maschinen und Gebäude. Auch die privaten Konsumausgaben stiegen leicht. Der Außenhandel - als Saldo aus Exporten und Importen - trug dagegen nicht zum Wachstum bei. Im Sommer hat sich somit die Konjunktur beschleunigt; im Frühjahr hatte das Wachstum 0,3 Prozent betragen.

Bis zum Jahresende wird die Wirtschaft nach Einschätzung von Volkswirten wegen des starken Euro, der hohen Ölpreise und der schwächeren weltwirtschaftlichen Nachfrage aber kaum noch zulegen. Dennoch rechnen Wirtschaftsforschungsinstitute und Großbanken für das Gesamtjahr mit einem Wachstum von rund 2,5 Prozent. Das wäre kaum weniger als im Aufschwungjahr 2006 mit plus 2,9 Prozent. Die Turbulenzen an den Finanzmärkten infolge der US-Hypothekenkrise scheinen das robuste Wirtschaftswachstum nicht gestoppt zu haben. (dpa)

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