Deutschen geht die Sektlaune aus - Konsum rückläufig

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Wiesbaden (dpa) - Den Deutschen geht die Sektlaune aus: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank der Konsum 2007 um zwei Prozent auf 310 Millionen Liter. Damit wurde in Deutschland so wenig Schaumwein getrunken, wie seit Beginn der Statistik 1991 nicht mehr.

Damals waren noch knapp 423 Millionen Liter Sekt verbraucht worden. Den höchsten Einbruch hatte es im Jahr 2000 mit minus 16,9 Prozent gegeben, 2005 und 2006 legte der Verbrauch dagegen leicht zu.

Nach Einschätzung des Verbandes Deutscher Sektkellereien gab es im vergangenen Jahr bei ausländischem Sekt einen Einbruch. So seien italienische und spanische Schaumweine oder auch Champagner aus Frankreich weniger gefragt gewesen. Die deutschen Kellereien hätten dagegen ein Plus von mehr als vier Prozent berichtet. "Es lief ganz gut für uns, wir waren zufrieden", sagte Geschäftsführer Ralf Peter Müller.

Für das laufende Jahr erwartet der Verband zumindest kein Minus. Zwar sei Sekt auch eine Art Konjunkturbarometer. Allerdings dürften die Konsumenten in diesem Jahr mehr Kaufkraft haben, sagte Müller. Ereignisse wie die Wiedervereinigung oder die Jahrtausendfeier, die den Konsum in die Höhe trieben, gebe es aber nicht jedes Jahr zu feiern.

Umgerechnet auf die Bevölkerung ab 15 Jahren tranken die Menschen in Deutschland nach Angaben des Bundesamtes im vergangenen Jahr im Schnitt 4,38 Liter Sekt. Im Vorjahr waren es noch 4,47 Liter gewesen, 1991 betrug der Wert 6,31 Liter.

Der gesamte Sektabsatz deutscher Unternehmen - einschließlich Importe aus dem Ausland und Exporte in andere Länder - ging 2007 nach Angaben des Bundesamtes um 3,2 Prozent auf 334 Millionen Liter zurück. Die Exporte sanken dabei besonders stark mit minus 17,3 Prozent auf knapp 24 Millionen Liter.

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