Deutschen vergeht die Lust auf Marlboro

New York - Der Tabakkonzern Philip Morris hat in Deutschland mit Umsatzeinbußen zu kämpfen. Vor allem die teure Traditionsmarke Marlboro leide unter dem Sparzwang der Deutschen.

Der Tabakkonzern Philip Morris International bekommt die Anti-Raucher-Gesetze und den Sparzwang vieler Deutscher zu spüren. Im zweiten Quartal wurde der Branchenriese in der Bundesrepublik fast ein Zehntel weniger Zigaretten los, wie er am Donnerstag vorrechnete.

Besonders hart traf es die teure Marke Marlboro. Deren Anteil am deutschen Markt sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 24,8 auf 21,6 Prozent. Viele Raucher griffen lieber zur günstigeren L&M aus gleichem Hause. Deren Marktanteil stieg von 8,5 auf 9,4 Prozent.

Trotz der Probleme auch im restlichen Europa verdiente der Konzern glänzend. Vor allem die Asiaten griffen immer häufiger zu den Glimmstengeln von Philip Morris. “Unsere breite globale Aufstellung nützt uns weiterhin“, stellte Firmenchef Louis Camilleri in New York fest.

Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 17,4 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte sogar um 28 Prozent auf knapp 2,0 Milliarden Dollar zu. Im Gesamtjahr will Konzernchef Camilleri den Überschuss weiterhin auf 3,75 bis 3,85 Dollar je Aktie steigern. 2009 hatte das Unternehmen 3,24 Dollar je Aktie verdient.

Philipp Morris sitzt in den USA, macht sein Geschäft aber ausschließlich im Ausland. Der wichtigste Markt ist Europa. Doch Asien und der Nahe Osten haben zuletzt kräftig aufgeholt.

dpa

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