Deutscher Autoexport fasst Tritt

Frankfurt - Der deutsche Autoexport kommt langsam wieder in Schwung. Die Bestellungen aus dem Ausland, die im bisherigen Jahresverlauf um 24 Prozent zurückgegangen sind, lagen im Juli nur noch bei minus 8 Prozent.

Das teilte der Branchenverband VDA am Dienstag mit. Saisonbereinigt erreichten die Bestellungen das Vormonatsniveau. Da sich das Verbrauchervertrauen in nahezu allen westeuropäischen Ländern in den letzten Monaten deutlich verbessert habe, sollte sich die Auslandsnachfrage weiter stabilisieren, erklärte der Verband.

Die Ausfuhr der deutschen Hersteller fiel im Juli mit 289.000 Autos um 12 Prozent niedriger aus. In den ersten sieben Monaten betrug der Rückgang noch 31 Prozent. Wegen der anhaltend positiven Entwicklung auf dem Inlandsmarkt und dem anziehenden Auslandsgeschäft erreichte die Autoproduktion in Deutschland im Juli erstmals seit Herbst 2008 wieder nahezu Vorjahresniveau.

Nach einem Rückgang um 30 Prozent im 1. Quartal und 18 Prozent im 2. Quartal liefen im Juli mit 411.000 Wagen nur noch 5 Prozent weniger von den Bändern. “Damit scheint eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau erreicht zu sein. Zweifellos wird es aber noch einer längeren Strecke bergauf bedürfen, bevor wieder weltweit Verkaufs- und Produktionszahlen wie 2007 und 2008 erreicht werden“, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann.

ap

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