Deutscher Automarkt steht vor schwieriger Zeit

Duisburg/Frankfurt - Die Schuldenkrise ist am deutschen Automarkt angekommen. Nach dem mäßigen Absatz 2012 bleibt der deutsche Automarkt laut einer Studie auch 2013 schwierig.

"Die Schuldenkrise in Europa ist im deutschen Automarkt angekommen", sagte Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Center Automotive Research (CAR), am Dienstag in Duisburg. Sein Institut rechne für das kommende Jahr mit 2,98 Millionen Neuzulassungen in Deutschland: "Nur im Finanzkrisenjahr 2008 wurden seit dem Jahr 2000 weniger Neuwagen im Deutschland verkauft."

Infolge des geringen Wirtschaftswachstums werde auch der wichtige Teilmarkt "Firmenfahrzeuge" schrumpfen, der bis zu 23 Prozent der in Deutschland verkauften Fahrzeuge ausmache. 2011 seien noch 719 000 Autos an Unternehmen verkauft worden, in diesem Jahr dürften es nach der Prognose noch knapp 710 000 sein. "Und für das Jahr 2013 gehen wir nur noch von einem Firmenmarkt von 660 000 Pkw aus. Dies ist ein Rückgang von knapp 50 000 Fahrzeugen oder 7 Prozent gegenüber dem Jahr 2012."

Schon im laufenden Jahr würden knapp 30 Prozent der Neuwagen von Händlern und Herstellern zugelassen. Damit würden mehr als 900 000 Autos als junge Dienstwagen, Tageszulassungen und Vorführwagen in den Markt gedrängt. Das belaste das Preisniveau.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

USA und China verschärfen Handelsstreit dramatisch
Geht es nach Donald Trump, soll die Hälfte aller chinesischen Einfuhren in die USA mit Strafen belegt werden. Peking will Vergeltung üben. Die beiden größten …
USA und China verschärfen Handelsstreit dramatisch
Audis kommissarischer Chef heißt Bram Schot
VW und Audi halten sich im Falle Stadler alle Optionen offen. Der Audi-Chef wurde beurlaubt und der bisherige Vertriebsvorstand Schot auf seinen Posten berufen. …
Audis kommissarischer Chef heißt Bram Schot
Lange Wartezeiten am Frankfurter Flughafen möglich
Deutschlands Tor zur Welt klemmt derzeit. Zum Beginn der Sommerferien in einigen Bundesländern herrscht am Frankfurter Flughafen Anspannung. Staus wie zu Ostern sollen …
Lange Wartezeiten am Frankfurter Flughafen möglich
Frau lenkt Diskussion nach Aldi-Post in andere Richtung: Wurden wegen der WM tatsächlich viele Hunde getötet?
Über positive Aufregung vor der Fußball-WM wollte Aldi Süd auf Facebook schreiben - und erlebte eine aus ganz anderen Gründe aufgeregte Kundin.
Frau lenkt Diskussion nach Aldi-Post in andere Richtung: Wurden wegen der WM tatsächlich viele Hunde getötet?

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.