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Der Export in Deutschland ist im April auf 19,2 Prozent gestiegen.

Deutscher Export im April gestiegen

Wiesbaden - Die deutschen Exporte wachsen weiter kräftig. Im April stieg der Export um 19,2 Prozent. Haupthandelspartner sind die anderen EU-Staaten.

Im April 2010 stiegen die Ausfuhren um 19,2 Prozent im Vergleich zum April 2009, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Die Wirtschaft exportierte Waren im Wert von 75,3 Milliarden Euro. Zugleich wurden im April Waren im Wert von 61,9 Milliarden Euro eingeführt, ein Plus von 15,7 Prozent im Vorjahresvergleich. Insgesamt verbesserte sich der deutsche Außenhandelsüberschuss im April auf 13,4 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor betrug der Überschuss nur 9,7 Milliarden Euro. Der Aufwärtstrend setzt nach Auffassung von Experten ein deutliches Signal nach oben. “Wenn diese Entwicklung sich weiter so positiv fortsetzt, können wir das Vorkrisenniveau deutlich früher erreichen als gedacht“, sagte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA).

EU weiterhin wichtigster Absatzmarkt

Die meisten Waren exportierte Deutschland in die EU-Mitgliedsstaaten. Dorthin wurden Waren im Wert von 45,3 Milliarden Euro ausgeführt, 13,7 Prozent mehr als im April 2009. Dafür kamen Waren im Wert von 38,8 Milliarden Euro aus der EU nach Deutschland. Das ist eine Steigerung von 11,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In die Länder der Eurozone führte Deutschland Waren im Wert von 31,0 Milliarden Euro aus. Damit stieg der Export im Jahresvergleich um 13,2 Prozent.

Die Einfuhr von Waren aus der Region erhöhte sich um 12,6 Prozent auf 27,8 Milliarden Euro. Auch bei den Ländern außerhalb der Europäischen Union, den sogenannten Drittländern, konnte der deutsche Export gesteigert werden. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Ausfuhren dorthin um 28,6 Prozent auf 30,0 Milliarden Euro. Die Zahl der importierten Güter aus Drittländern stiegen um 22,5 Prozent auf 23,0 Milliarden Euro. “Die beflügelnde Wirkung des niedrigen Euro ist hier noch nicht einmal in vollem Umfang enthalten. In den kommenden Monaten ist daher sogar noch eine zusätzliche Belebung für den Export möglich“, erklärte Börner.

dapd

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