Deutscher Exportmotor gerät ins Stottern

- Wiesbaden/Berlin - Euro-Stärke und Konjunktur-Schwäche haben den deutschen Exportmotor im ersten Halbjahr 2003 aus dem gewohnten Takt gebracht. Statt rasanter Wachstumsraten erzielte die Außenwirtschaft in den ersten sechs Monaten ein Plus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Juni wurden laut Statistischem Bundesamt Waren im Wert von 54,1 Milliarden Euro exportiert - 4,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Der Branchenverband BGA sprach von einer "getrübten Halbjahresbilanz". Die Statistiker in Wiesbaden berichteten anhand vorläufiger Ergebnisse, dass Waren im Wert von 43,7 Milliarden Euro eingeführt wurden - 3,6 Prozent weniger als im Juni 2002.<BR><BR>Die Außenhandelsbilanz schloss im Juni 2003 mit einem Überschuss von 10,4 Milliarden Euro ab. Im Juni 2002 hatte der Saldo plus 11,1 Milliarden Euro betragen.<BR><BR>Der Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), Anton Börner, sagte: "Weiterhin fehlen Wachstumsimpulse aus unserem wichtigsten Absatzmarkt, der Europäischen Union. Das enttäuschende Ergebnis für den Monat Juni trübt die Halbjahresbilanz erheblich."<BR><BR>Für die zweite Jahreshälfte rechne die Branche mit einer Wiederbelebung des Wachstumstrends im Außenhandel. Doch würden die deutschen Ausfuhren im Gesamtjahr keine Rekordzuwächse erreichen. "Das Exportwachstum wird bei 3,5 Prozent und damit unter seinem langjährigen Mittelwert liegen."

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