Deutscher Maschinenbau bleibt Aushängeschild

- München - Der Maschinenbau bleibt einer Studie zufolge trotz eines Umsatzrückgangs im vergangenen Jahr ein Aushängeschild der deutschen Industrie. Auch in Zukunft habe der Maschinenbau "Made in Germany" gute Wachstumschancen, berichten die Unternehmensberatung Mercer Management Consulting und die HypoVereinsbank.

<P>Die Firmen müssen aber innovativer werden. Häufig würden die Betriebe mit neuen Entwicklung zu lange warten: "Viele Maschinenbauer überschätzen die eigene Innovationskraft." Dauerhaft erfolgreiche Unternehmen müssten ihr Geschäftsmodell regelmäßig prüfen und sich im Schnitt alle sieben Jahre erneuern. Ausgetretene Pfade zu verlassen, "fällt Maschinenbauern schwerer als anderen Branchen".</P><P>Ein Problem für den Maschinenbau seien die hohen Produktionskosten. "Als Mittelständler sind die deutschen Maschinenbauer stark von den schlechten Standortbedingungen betroffen." Zwei Drittel der Betriebe habe weniger als 100 Mitarbeiter. Während große Unternehmen ihre Investitionsschwerpunkte ins Ausland verlagern könnten, komme das für die Mehrzahl der kleineren Betriebe kaum in Frage. In der Studie habe sich gezeigt, dass viele Unternehmen trotz flexibler Arbeitszeitmodelle einen Anteil der Fixkosten von 40 bis 50 Prozent hätten. Die Studie "Maschinenbau 2010" basiert laut Mercer auf verschiedenen Marktanalysen und Gesprächen mit mehr als 70 Branchenexperten.</P><P>"Viele Maschinenbauer überschätzen die eigene Innovationskraft."<BR>Auszug aus der Studie</P><P>Der Maschinen- und Anlagenbau gehört mit seinen rund 6000 Unternehmen und gut 900 000 Beschäftigten zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in Deutschland. Im Jahr 2001 kletterte der Umsatz erstmals auf einen Rekordwert von gut 130 Milliarden Euro. Wegen der Wirtschaftsflaute haben die Firmen seitdem aber mit rückläufigen Erlösen zu kämpfen.<BR></P>

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