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Der Bezahlsender Sky rutscht in die roten Zahlen.

Sky Deutschland enttäuscht im dritten Quartal

München - Der Bezahlsender Sky bleibt auch unter neuem Namen in der Verlustzone. Im dritten Quartal rutschte die frühere Premiere AG sogar tiefer in die roten Zahlen als von Analysten befürchtet.

Der Umsatz und die Zahl der Neukunden fielen schwächer aus als erwartet. Immerhin will Sky-Chef Mark Williams die Gewinnschwelle nun mit weniger Abonnenten erreichen als geplant. Die Börse reagierte dennoch verschnupft. Die Sky-Aktie verlor am Donnerstag im frühen Handel gut neun Prozent auf 2,80 Euro. Der für die Branche wichtige Umsatz pro Kunde stieg zwischen Juli und Ende September von 25,20 Euro im Vorquartal auf 25,77 Euro.

Im vierten Quartal 2009 sollen es 27 Euro sein und im ersten Quartal 2010 dann 29 Euro. Williams erwartet, dass damit nur noch 2,8 bis 3,0 Millionen Abonnenten nötig sind, um Ende 2010 in die Gewinnzone zu kommen. Bislang war er von 3,0 bis 3,4 Millionen ausgegangen. Ende September hatte Sky 2,431 Millionen Kunden. Williams will im vierten Quartal 2010 auf Monatsbasis einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erzielen. Ab 2011 soll dann unter dem Strich ein Plus stehen.

Verlust im laufenden Jahr

Im laufenden Jahr rechnet der Sender mit einem operativen Verlust von 250 bis 270 Millionen Euro und präzisierte damit die bisherige Aussage. Bislang hatte das Unternehmen lediglich einen deutliches Minus prognostiziert. Der Umsatz sank im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 208,5 Millionen Euro. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 116,7 Millionen Euro nach 89 Millionen Euro im Vorjahresquartal an.

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen vergrößerte sich von 27 auf 87,9 Millionen Euro. Die Zahl der Neukunden stieg um 67 000. Williams gab sich bei einer Telefonkonferenz mit dem ersten Quartal nach dem Neustart im Großen und Ganzen zufrieden, räumte aber ein, dass das Kundenwachstum wegen nach wie vor zu hoher Kündigungsraten enttäuscht habe. “Das Wachstum ist nicht da, wo wir uns das erhofft hatten.“

dpa

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