Deutschland: ifo-Geschäftsklima steigt im Mai überraschend

München - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Mai überraschend aufgehellt. Der ifo-Geschäftsklimaindex sei von 102,4 Punkten im Vormonat auf 103,5 Punkte gestiegen, teilte das ifo Institut am Mittwoch in München mit.

Von Thomson Financial News befragte Volkswirte hatten im Mai einen Rückgang auf 101,9 Punkte erwartet.

Sowohl die aktuelle Lagebeurteilung als auch die Geschäftserwartungen hellten sich im Mai überraschend auf. Die Einschätzung der Geschäftlage stieg von 108,4 Punkten auf 110,1 Punkte. Volkswirte hatten zuvor einen Rückgang auf 108,1 Zähler prognostiziert. Die Geschäftserwartung kletterten von 96,7 Punkten im Vormonat auf 97,3 Punkte. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 96,1 Punkte prognostiziert

"Insgesamt dürfte die Dämpfung der deutschen Konjunktur in den Monaten nach dem sehr guten ersten Quartal moderat ausfallen", sagte ifo Präsident Hans-Werner Sinn. Der Rückgang des ifo-Index im Vormonat sei jedoch nur teilweise ausgeglichen worden.

Die Chancen im Exportgeschäft der Industrie würden weiterhin gut, allerdings nicht mehr ganz so optimistisch wie im Vormonat beurteilt, sagte Sinn. Die Beschäftigung wollten die Unternehmen seiner Einschätzung nach weiterhin moderat aufbauen.

Das ifo-Geschäftsklima basiert auf rund 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels. Die Unternehmen werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Das ifo-Geschäftsklima ist der wichtigste Frühindikator für Deutschland.

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