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Frankfurt am Main ist eine Hochburg der Bankhäuser.

Deutschland pocht auf weltweite Bankenabgabe

Washington - Deutschland will Banken weltweit dazu zwingen, sich an den Kosten für die Abwehr neuer Finanzkrisen zu beteiligen. Die Bankenabgabe stößt freilich nicht überall auf Gegenliebe.

Deutschland pocht trotz des Widerstandes einiger Länder auf eine einheitliche Bankenabgabe in den führenden Volkswirtschaften. “Wir werden heute werben, das wir diese Bankenabgabe flächendeckend in den G20 einführen“, sagte Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen am Freitag in Washington. “Hier gibt es sicher noch unterschiedliche Positionen und Zurückhaltung.“

Zusammen mit den USA und Frankreich werde sich Deutschland für eine gemeinsame Einführung von vergleichbaren Instrumenten einsetzen, sagte Asmussen vor einem Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der G20-Staaten. Ein Beschluss sei nicht zu erwarten. Ein entsprechender Zwischenbericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) werde überarbeitet, um dann auf dem G20-Gipfel Ende Juni in Kanada besprochen zu werden.

Widerstand gegen eine Bankenabgabe kommt unter anderem aus Kanada, aber auch aus Japan, Indien und Australien.

Berlin will zudem Druck machen bei den von den G20-Staats- und Regierungschefs Ende September in Pittsburgh vereinbarten Finanzmarktreformen. “Das ist für uns weiter das Kerngebiet der G20“, sagte Asmussen. Hier gehe es um Glaubwürdigkeit. 2010 sei ein entscheidendes Jahr zur Umsetzung. Ziel sei, dass alle Marktteilnehmer überwacht und reguliert werden. Derzeit konzentriere sich vieles auf Banken. “Wir werden darauf achten, dass der gesamte Bereich der Nichtbanken auch entsprechend behandelt wird.“ Dies betreffe insbesondere Hedge Fonds und private Finanzinvestoren. Asmussen: “Das, was operiert wie eine Bank, muss auch reguliert und beaufsichtigt werden wie eine Bank.“

dpa

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