Deutschland ist Preisparadies im Inflationsvergleich der Eurozone

- Brüssel/Luxemburg - Deutschland hat sich in der Eurozone einmal mehr als Preisparadies erwiesen. Im Vergleich der Inflationsraten vom August, den das Europäische Statistikamt Eurostat veröffentlichte, stand die Bundesrepublik so gut da wie kaum ein anderes Land.

 Demnach lagen die Preise in der Bundesrepublik zuletzt um 1,8 Prozent über denen vom August 2005. Im Durchschnitt der zwölf Euro-Länder kletterten die Preise binnen Jahresfrist hingegen um 2,3 Prozent. Nur Finnland wies mit plus 1,3 Prozent eine niedrigere Inflationsrate auf als Deutschland.

Verglichen mit dem Juli sanken die Preise im August für deutsche Verbraucher sogar um 0,1 Prozent. In Finnland betrug die monatliche Rate hingegen plus 0,3 Prozent. Insgesamt hat sich die Inflation in der Eurozone im August etwas abgeschwächt. Im Juli hatte die jährliche Rate laut Eurostat noch bei 2,4 Prozent gelegen.

Teurer wurde nach Angaben der Statistiker in Luxemburg vor allem Wohnen (plus 4,8 Prozent) und Verkehr (plus 3,5 Prozent). Auch die Preise für Nahrungsmittel stiegen mit plus 2,9 Prozent stärker als der Durchschnitt. Für ihre Bekleidung und das Telefonieren sowie andere Formen der Nachrichtenübermittlung mussten die Verbraucher hingegen weniger bezahlen als ein Jahr zuvor.

Deutlich tiefer in die Tasche greifen mussten die Verbraucher in den Euro-Ländern Spanien (plus 3,8 Prozent), Griechenland (plus 3,4 Prozent), Irland (plus 3,2 Prozent), Luxemburg (plus 3,1 Prozent) sowie in Belgien (plus 2,4 Prozent). In der Gesamt-EU mit 25 Mitgliedstaaten lag die durchschnittliche Inflationsrate zwar auch bei 2,3 Prozent, in einigen Ländern übertraf sie diesen Wert aber deutlich: So stiegen die Preise in Lettland binnen Jahresfrist um saftige 6,8 Prozent, in Estland und der Slowakei um 5,0 Prozent, in Ungarn um 4,7 Prozent und in Litauen um 4,3 Prozent.

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